Zu Hause

Mit der Fähre haben wir das schöne Norwegen verlassen, leider. Es ist jedes Mal komisch auf dem grossen Schiff zu sein wenn wir Richtung nach Hause fahren, auch wenn es dieses mal so wenige Menschen an Bord hatte wie noch nie. Fühle mich nach der Zeit im Camper einfach nicht wohl unter so vielen Leuten…  Aber da muss ich eben durch. Dänemark war vom Verkehr her sehr gut zu Befahren. Auf der A7 durch Deutschland schaffen sie es jedes Jahr mehre Staus zu organisieren. Organisieren, weil sie in eine Baustelle gleich nochmal eine kleine Baustelle machen müssen, so dass es runter von drei Spuren bis auf eine geht. So braucht es mehr als nur Geduld. Ja und dann gibt es doch tatsächlich noch Automobilisten, die es schaffen in der Rettungsgasse an allen vorbei zu Fahren …… möchte mal wissen was so einer für eine Strafe bekommt. Nach dem Besuch unserer Bekannten entschlossen wir uns kurzfristig, am Freitag noch nach Hause zu fahren, da es um 17.00 h auf der Autobahn ca. 37 Grad heiss war.

So schnell gehen 4 Wochen Ferien vorbei. Ich freue mich, dass es in diesem komischen Jahr doch noch geklappt hat in den Norden zu fahren. Wie ich schon mal erwähnt habe, war es die Beste Entscheidung in diesem Sommer nach Norwegen zu fahren. So ruhig und stressfrei habe ich Norwegen noch nie erlebt. Tja jetzt bleibt uns die Vorfreude auf die nächste Reise. Und auch wenn es vielleicht einige langweilig finden, ich kann mir heute gut vorstellen, dass wir es nächstes Jahr wieder in den Norden schaffen.

 

 

Ach ja, da gab es ja bei unserem Zwischenstopp noch eine Überraschung mit der ich nie gerechnet hätte: Waschbären auf dem Dach. Die haben sich in dem Haus, durch den Kamin in der Räucherkammer eingenistet. Die Mutter mit den drei Jungen, Der Hausbesitzer hat dann im Kamin etwas Rauch „produziert“ und so sind sie gemütlich in der dunklen Nacht verschwunden. Herrliche Bilder ….

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Zur Fähre

Tja es ist tatsächlich soweit, wir stehen in Kristiansand am Hafen zur Fähre nach Dänemark. Und wieder einmal kann ich nur sagen, Norwegen macht einfach wirklich grosse Freude. Ungezwungen zu Reisen in diesem wunderschönen Land, einfach genial. Morgen um 08.00 h gehts dann mit der Fähre nach Dänemark.

Heute sind wir nochmal eine Strecke gefahren, die neu war und ich kann es nicht glauben, dass ich von der 44 im Süden noch nie etwas gehört habe. Für mich ein absolutes Muss. Diese Landschaft hätte ich im Süden nicht erwartet. Gut es sind zum Teil enge Strassen aber das fahr ich ja gerne. Spitzkehren, kleine Fjorde, raue Berge, von null Meter auf fast 300, wieder runter, wieder hoch usw. alles was es braucht. Das werden wir uns bestimmt nochmal ansehen wenn wir etwas mehr Zeit haben.

Gestern haben wir am Fjord mehrere Schwärme Gänse gesehen, die in den Süden ziehen. Einige mit der Typischen V-Form in der Luft. So sind nun die Vögel unterwegs in Richtung Süden, nicht nur die ohne Federn.

Auch hier in Kristiansand ist es sehr ruhig. Keine Menschenmassen unterwegs Abendverkehr war problemlos, so haben wir es hier oben wirklich nicht erwartet und sind dankbar dafür.

 

 

Ja und da gibt es ja noch eine kleine Geschichte. Vor ein paar Tagen sahen wir am Ende von einem Fjord einen kleinen Fischerladen. Natürlich sofort angehalten und hinein, um zu schauen was es da alles hat. Speziell war, dass der Laden beim Zufluss eines Flusses in den Fjord ist. In Diesem Fluss gibt es Forellen und Lachse zu fangen und so war das Sortiment natürlich sehr breit. Es gab unter anderem auch Ruten-Sets die relativ günstig zu haben waren. Nun eines von Diesen hab ich dann mal in die Hand genommen und wollte mal testen wie biegsam die Rute ist. Das macht eigentlich jeder ……. Kaum hab ich die Spitze etwas nach unten gedrückt gab es ein ganz komisches Geräusch. So eine Art Klick. Ebenso, wie wenn etwas gebrochen ist. Und tatsächlich ich hatte zwei Teile in den Händen. Das Geräusch hat natürlich Coni aufgeschreckt und die Verkäuferin auch, geschweige denn mich. Wenn ich das nicht schon dutzende Male gemacht hätte, ohne dass etwas bricht, würde ich sagen typisch. Meine Ruten können zwei Personen dehnen und die knicken nicht. Diese wäre bestimmt beim ersten Fisch gebrochen. So hab ich dann halt 100 Stutz dafür bezahlt, denn Kaufen wollte ich das Ding ja sicher nicht. Die Verkäuferin hat sich noch fast bei mir entschuldigt denn es war ihr auch nicht recht…… und ich stand da wie …… Könnt Ihr Euch ja vorstellen. 

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Nach Süden

Da wir ja die Lofoten besucht haben fehen jetzt einige Tage. Gestern wurde uns bewusst, dass es nichts mehr zum rum trödeln gibt. Eigentlich hab ich mir gedacht, dass es noch für die Eine oder andere Insel reicht. Ja das kommt halt davon, wenn die Zeit plötzlich nicht mehr wichtig ist. So wurde es mir gestern bewusst, dass wir noch an die 1000 km in Norwegen zu fahren haben und das in 4 Tagen. 250 km am Tag im Schnitt in Norwegen ist halt noch happig. Die Zeit hier oben vergeht jedes Mal wie im Flug. Kaum können wir ein paar Tage gedankenlos umher «irren» schon heisst es, wie die Rückfahrt planen. Machen wie natürlich. Es hat nun auch deutlich mehr Touristen unterwegs welche eben nicht von Norwegen sind. Gut hier an der Atlantikstrasse will ja jeder mal gewesen sein.

Denke, ab Morgen wenn werden wir wieder weniger mit Reisenden konfrontiert. Vorgestern waren wir aber wieder mal sehr positiv überrascht, was wir für Begegnungen haben dürfen. Ein Ehepaar aus Mecklenburg war am gleichen Platz und so konnten wir vor der Abfahrt noch richtig toll plaudern, das macht es eben aus, wenn sich Menschen treffen, die sich gut verstehen.

 

 

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Gewendet

Gut 3500 km von zu Hause entfernt haben wir gewendet. Einen Wendeplatz brauchten wir dafür aber nicht, einfach einen längeren Bogen gemacht. Sozusagen, über die Lofoten gewendet.

Nun, es hatte tatsächlich einige wenige Touristen mehr die auf den Inseln unterwegs waren, aber immer noch kein Vergleich mit anderen Jahren. Auch da, völlig entspanntes fahren. Sogar Wetterglück hatten wir. Einen Teil konnten wir bei herrlichem Sonnschein geniessen. Aber auch die andere Seite hat nicht gefehlt. Wir haben zu ersten Mal die Fähre nach Bodo benutzt. Da ging mal so richtig die Post ab mit dem Seegang. Ich vertrage ja einiges auf dem Wasser, aber zum Essen hatte ich auch keine Lust mehr.

Das Wetter wechselt fast im Takt von halben Tagen. Aber das macht es auch spannend. Die schönen warmen Stunden draussen geniessen und das schlechte Wetter im Camper beim Fahren oder rum hängen. Es passt, vor allem weil es ja nicht so sehr kalt wird. In der Regel haben wir nicht weniger als 13 Grad in der Nacht, also in der Zeit wo es bei uns zu Hause Nacht ist ….

Aber trotzdem, wenn ich jetzt zum Fenster hinaus schaue weht ein sturmartiger Wind mit Regen und ich kann zuschauen wir ein junges Paar ein Zelt aufstellt. Da bin ich schon froh, dass wir ein Dach über dem Kopf haben. Aber das sind eben auch die Norweger, wetterfest durch und durch.

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Die Sonne im Norden

Die vergangenen Tage waren unvergesslich schön. Sonnenschein mit bis zu 25 Grad, ein warmer Wind, schon fast wie im Süden. Wir kennen ja Norwegen eigentlich eher von der kühlen Jahreszeit im Frühling, so ist das für uns natürlich doppelt schön.

Was speziell ist, es hat so gut wie keine ausländischen Touristen. Die Norweger sind schon unterwegs aber das verteilt sich tip top. Ab und zu sehen wir mal ein deutsches Wohnmobil vielleicht mal ein holländisches, aber das ist es dann auch. Es fährt sich allgemein sehr entspannt. Wir können, wie auch im Frühling, an den schönsten Plätzten übernachten. Die Norweger verbringen die Zeit auf den grossen Campingplätzen mit allem Comfort, vor natürlich Familien mit Kindern.

 

Eigentlich war es der beste Entscheid jetzt hierher zu fahren. Corona ist zwar auch hier ein Thema aber im Gegensatz von zu Hause ist es völlig ruhig in Norwegen. Hier geht man sehr entspannt mit der Situation um. Vorsichtsmassnahmen sind zwar allgegenwärtig aber eben ... Norwegen hat ehr früh auf das Virus reagiert und ist daher auf der guten Seite. So wurde uns heute erzählt, dass am Anfang vom Lockdown der Norden und der Süden ab Trondheim getrennt war....

Wir verbringen die meiste Zeit im Freien für uns alleine, und wenn wir Einkaufen müssen halten wir uns an die Regeln mit Abstand usw. Ist einfach da es sehr wenige Leute unterwegs sind.

In den Geschäften sind sie froh, wenn noch jemand vorbeikommt und vieles was nicht zum täglichen Bedarf gehört, ist mit bis zu 60% Rabatt angeschrieben. Sie müssen ihre Lager leeren, bestellen aber auch nichts mehr, somit sind die Verkaufsregale auch eher leer. 

 

Wir haben schon einige Plätze, die zum Fischen perfekt sind, anfahren können. So gab es schon einige Kabeljau und Köhler an dem Angel, die Filet sind vakuumiert und eingefroren, so haben wir praktisch täglich frischen Fisch.

Ab ca. 23.00 Uhr wird es hier oben schon fast dunkel, für etwa 3 Std. Auch das ist neu für uns.

 

Ach ja, unser Fiat meint andauernd, wir sollen unsere Airbags überprüfen lassen …. In einer Werkstatt wurde uns dann erklärt, dass es vermutlich die Gurtstraffer sind, welche die Meldung auslösen. Kommt vom ewigen Drehen der Sitze. Da bin ich ja mal gespannt, habe heute mal die Kontakte überprüft aber natürlich nichts gefunden. Mal schauen wie das kommt ……

 

Eben konnten wir die Ersten Elche fotografieren, eine Elchkuh mit ihrem Kalb.

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Die E6

Schlafplatz am Little Svenningsvatnet
Schlafplatz am Little Svenningsvatnet

Nachdem wir ja ohne Probleme nach Norwegen einreisen konnten sind wir schon ein ganzes Stück nach Norden gefahren. Wenn alles gut läuft werden wir morgen am Saltstraumen sein, der ist über dem Polarkreis so ungefähr auf der Höhe vom Süden der Lofoten. Wir sind ja das erste Mal durch Norwegen auf der E6 nach Norden unterwegs. Das klappt sehr gut. Im Vergleich zu Schweden auf der E45 würde ich sagen braucht man einen Tag weniger bis über den Polarkreis. Das hat mich etwas überrascht.

Auf der Fähre haben wir erfahren, dass viele Norweger in den Norden unterwegs sind. Tatsächlich kommen uns praktisch nur norwegische Camper entgegen die Richtung Süden fahren. In unsere Richtung sind es ganz wenige Deutsche, ein paar Holländer und vielleicht mal ein Franzose. Die Sonne lässt sich nicht so oft Zeigen. Ist aber gar nicht so schlimm bei 21 Grad lässt es sich angenehm fahren. Hier oben wurde übrigens der kälteste Juli seit eh und je gemessen, sogar mit Schnee bis in die Bergen, also auf 800 Meter oder so ….. wurde uns erzählt. Für uns passt es, der Wind hier ist ungewohnt warm, gegenüber dem Frühling wo wir sonst immer unterwegs waren. Morgen wird es nochmal einen richtigen Fahrtag geben es fehlen uns noch etwa 350 km, aber Diese in Norwegen zu fahren dauert eben seine Zeit. Danach machen wir es uns aber dann gemütlich, freue mich nun wenn ich bald einen Köder ins Wasser lassen kann ….

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Ein weiteres Norwegen Abenteuer

Eigentlich hätte es dieses Jahr im Frühling 2 Monate in den Norden werden sollen. Aus bekannten Gründen leider nicht geklappt. Nun sind wir für 4 Wochen unterwegs, was ja auch super ist.

 

Am Freitagnachmittag war unser Start, weggefahren und zwei Begleiter bis in Glarnerland mit dabei gehabt.

Vivian und Michi, liebä Gruess vo üs. Het Spass gmacht mit Euch z’plaudere.

 

In Deutschland wird wieder mal so richtig die Autobahnen erneuert. Am Freitag schafften wir gut 500 km in 6 Stunden, am Samstag brauchten wir für etwa gleich viele Kilometer 9 Stunden. Um Hamburg herum ist es im Moment ganz schlimm. Aber es ging, haben wir ja keinen Stress.

Es ist komisch, ohne unseren Wasco unterwegs zu sein. Auch nach zwei Monaten erwischen wir uns immer wieder dabei, dass wir schauen wo er ist usw. Tja das gehört halt auch dazu.

 

Die grösste Hürde haben wir heute nehmen können, die dänische Grenze überqueert. Es gab eigentlich keine Probleme. Wir gehören zwar regelmässig zu denen die sie kontrollieren, aber wenn wir die schweizer Pässe zeigen wünschen sie uns immer sofort schöne Ferien. Ich glaube das hat damit zu tun, dass die Autoschilder von Zagreb eben auch mit ZG beginnen …..

 

Nun stehen wir tatsächlich im Fährhafen von Hirtshals und können um 22.15 h mit der Fähre nach Larvik in Norwegen. Im Moment kann ich es noch gar nicht so richtig fassen dass wir tatsächlich in den hohen Norden fahren können. Aber ich freue mich und bin gespannt was uns diese Reise alles zeigen wird.

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Der Kreis schliesst sich ....

Schlusspurt
Schlusspurt

Den Süden haben wir erreicht. Auf der Strecke hierher konnten wir wieder Wendeltreppe (Strasse) fahren. Es erstaunt mich jedes Mal aufs Neue, wenn wir auf dem Navi sehen, dass die Tunnels in Zapfenzieher Form im Berg sind. Das war wohl eine technische Meisterleistung, die da in der Vergangenheit absolviert wurde.

 

Auf einer Passfahrt, wo es mehrere Stauseen hat (künstliche und natürliche) fanden wir einen Traumplatz zum Übernachten. Einen steilen schmalen Weg mussten wir fahren, um Diesen zu erreichen. Ein herrliches Gebiet.

 

Da wir schon so weit im Süden von Norwegen waren entschieden wir uns mit Fähre von Kristiansand nach Hirtshals zu fahren. Da wir erst spät am Abend im Hafen ankamen, verbrachten wir die letzte Nacht in Norwegen vordem Office der Fährenanbieter. Es war einen warmen, sonnigen Abend und es roch nochmals richtig nach Hafen und Meer. Pünktlich um 06.30 h wurden die Schalter geöffnet und wir konnten als erste ein Ticket lösen. Die Überfahrt von Color Line ist nur halb so teuer wie die von Fjordline. Da es uns nichts ausmacht eine Stunde länger unterwegs zu sein war der Fall klar. Auf der Fähre wurde es mir, wie jedes Jahr, bewusst es gibt ja noch Menschen um mich herum ....

 

In Dänemark angekommen hatten wir einen richtigen Wetterumschwung. Bei 12 Grad losgefahren und relativ schnell 30 Grad erreicht, in Deutschland am Nachmittag ein richtig heftiges Gewitter und nur noch 17 Grad und dann wieder Sonne und angenehme 22 Grad.

 

Die Autobahnen in Deutschland haben wir gut und ohne grossen Stau hinter uns gebracht. Was mir auffällt, es gibt immer noch so sture Automobilisten, die sich einfach strickte weigern eine Rettungsgasse zu bilden. Zwei Mal kam das Blaulicht von hinten und dann sind die «Normal-Fahrer» so überrascht, dass sie vor lauter Hektik in die Rasenstreifen fahren …. Typisch ….

 

Ja und so sind wir vor unserer letzten Übernachtung von dieser Reise und parkierten unsern Camper an einem Wanderparkplatz etwa 50 km nördlich vom Bodensee. Morgen Samstag werden wir also schon wieder zu Hause sein ….

 

Ich habe es wieder sehr genossen im hohen Norden. Auch wenn wir nun schon viel von Norwegen gesehen haben bleibt es mein Favorit, mein Traum vom Campen. Dieses Jahr konnten wir einige gute Gespräche mit Norweger haben und das freut mich ganz besonders. Einfach mal erleben können wie die Menschen hier oben leben und leben lassen. Ein großartiges Land…. Ich denke wir kommen wieder, es heisst ja:

 

Norway – the next (best) Way.

 

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Ab in den Süden

Gefahrene Strecke bis am 15.06.19
Gefahrene Strecke bis am 15.06.19

Ab in den Süden der Sonne hinter her. Für uns stimmt das wirklich. Seit wir «gewendet» haben ist es besser mit dem Wetter, so freuten uns schon einige sonnige Tage mit Temperaturen bis zu 26°. Macht schon Spass, wenn die Farben so prächtig sind.

 

Ganze Wiesen wurden in den letzten Tagen abgemäht und Siloballen gefohlt. Manchmal sehen wir nur noch Traktoren, auf den Wiesen, auf den Strassen und auf den Höfen. Ich glaube die Bauern haben sehnlichst auf das gute Wetter gewartet, das Gras steht doch sehr hoch.

Wir merken auch dass die Ferien begonnen haben, im Gegenverkehr hat es extrem viele Wohnmobile, aber das verteilt sich hier oben gut. So übernachten wir heute an einer Passtrasse mit Seesicht, ohne dass ein anderes Fahrzeug auch nur in der Nähe steht.

 

Unterwegs an einen kleinen Unfall gefahren, ein Wohnmobil hat, auf der Fahrerseite, keinen Seitenspiegel mehr, hat mit einem Linienbus Kontakt gehabt. Das ist schon wichtig zu wissen hier auf den norwegischen Strassen, LKW und Bussen immer gut ausweichen. Ein Norweger hat mir mal erklärt, dass in diesem Land immer so weit wie möglich rechts gefahren werden muss …. Einmal denken, das reicht ja schon … würde ich nicht mehr machen. Mit dem sonnigen Wetter ist ganz Norwegen erwacht, die Kinder baden nun in den Fjorden, an den Häusern wird gearbeitet, die Gärten werden gepflegt usw. Ist mir in all den Jahren noch nie so aufgefallen wie in diesem Jahr, sind aber auch ca. zwei Wochen später unterwegs.

 

Durch unergründliche Umstände, oder wie auch immer … sind wie direkt auf den Geiranger zugefahren, aber schlussendlich gekonnt im Osten drum herum gekommen. War ein guter Entscheid, auf der kurzen Strecke, welche wir zum Fjord benutzen mussten, sind uns nur noch Reisecars entgegen gekommen ….

 

Wir haben nun noch eine Woche bis wir zu Hause sein müssen. Zwei, drei Stationen möchten wir noch anfahren und dann kommt schon bald die lange Autobahnfahrt auf uns zu.

 

Aber das dauert noch ein paar Tage und die geniessen wir …..

 

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Halbzeit

Halbzeit. Die Zeit vergeht schnell wie immer, wenn wir unterwegs sind. Andoya ist für uns immer einen Abstecher wert. Auch dieses Mal wurden wir belohnt, Seelöwen, Adler, Marder, Wiesel Kormorane usw. konnten wir sehen, und da waren ja noch die Zwei vom Glarnerland. Hat ein paar Stunden zum Plaudern gegeben. 😊

 

Das Wetter ist immer noch ein Thema. Hatten wir noch vor einer Woche kalt, so ist es innert zwei Tagen sehr warm geworden. Schon am Morgen waren es 21° und mehr. Heute dann der Rekord 26°. Richtig schön, so annähernd meine Betriebstemperatur. Dann gegen Abend sind wir durch den Gotthard gefahren und zwar in Richtung Norden …. Das Landesinnere ist durch eine Bergkette (700 bis 900 Meter hoch) von der Küste getrennt. Diese hat eine Schlechtwetterfront abgehalten. Durch den Berg führt ein 11 Kilometer langer Tunnel. Hätten ich gewusst was uns auf der anderen Seite erwartet, dann ... na was denn … Regen und ganze 10 Grad. Aber das ist Norwegen es wird nie langweilig.

 

Jetzt haben wir schon einige Kilometer in Richtung Süden hinter uns und es wird langsam wieder grüner. Auch wachsen nicht mehr nur die niedrigen Birken, sondern es gibt schon Laubbäume und Tannen. Ist faszinierend was die Natur über und unter dem Polarkreis macht. Es sind vielleicht ein paar hundert Kilometer und die Vegetation ändert sich sofort. Das raue Klima ganz im Norden macht sich schnell bemerkbar.

 

Ach ja, gestern hat eine Familie im Fjord gebadet. Coni war auch wieder kneipen. Aber ich habs da immer noch gleich mit der Wassertemperatur. Bin zwar auch wieder im Salzwasser gestanden … aber nur mit den Wanderschuhen drum herum ……

 

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Vesteralen

Menzingen - Vesteralen 3408 km
Menzingen - Vesteralen 3408 km

Auf der Insel Andoya angekommen. Es ist einfach schön hier auf den Vesteralen umso mehr, wenn die Sonne scheint. Ja mit dem Wetter hatten wir in den letzten Tagen schon nicht so Glück. In den 11 Tagen, die wir unterwegs sind, haben wir nur an Dreien kein Regen gehabt, und von denen Zwei mit richtigem Sonnenschein. Bis heute Morgen die Sonne kam hatten wir drei Tage praktisch non Stopp Regen. Und das bei max. 6 Grad und bissig kaltem Wind. Mir macht das Wetter eigentlich nichts aus, ziehe halt eine Lage mehr Kleider an (am Schluss waren es Acht !!). Gefroren habe ich aber auch nach mehreren Stunden fischen nicht, nur kalte Hände gab es.

Wasco hatte so seine geschätzten 25 Liegepausen à 10 min., die er draussen sein konnte. Nebst den Spaziergängen natürlich. Wenn wir uns drinnen beschäftigen und es anfängt zu Regnen setzt er sich vor die Tür und wartet bis wir aufmachen. Dann verzieht er sich in seine Box….

Heute machten wir zu ersten Mal eine Pizza im Grill, gezielt im Grill und nicht auf dem Grill denn unser Grill hat ein Deckel. Ja gut das mit der Wärmeverteilung muss ich noch verbessern, war ja auch nicht einfach mit dem Wind hier, aber bin auf gutem Weg. Geschmeckt hat es alleweil.

Von Donnerstagabend bis Sonntagnachmittag schonten wir die Lenkung und die Bremsen unseres Campers. Das gab uns dann die Möglichkeit mal etwas unkonzentriert und ungelenkt zu sein. 

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Norwegen mal etwas anders

Rentiere
Rentiere

Tja wer hätte das Gedacht, ich nicht….

 

Heute über die Grenze nach Norwegen gefahren bei 1°C und starkem Schneefall und das auf 540 Höhenmeter. Als wir dann in Mo I Rana ankamen hatte es bei 4 °C einen bissigen, extrem kalten und starken Wind. Machte das entleeren und auffüllen von den Flüssigkeiten in unserem Wohnbereich nicht gerade angenehm. So haben wir es in all den Jahren noch nie erlebt. Aber die Norweger nehmen das gelassen, so sieht es zumindest aus.

Einige Rentiere und auch 2 Elche sahen wir schon, Füchse Hasen und Rehe. Alles ist unterwegs. Das ist wieder der Vorteil vom schlechten Wetter.

 

Spannend war noch unser Gasmelder im Camper. Coni kochte ein feines Risotto. Die Kombination, Zwiebel und Weisswein, verträgt das kleine Ding wohl nicht. Verstehen könnte ich das ja, wenn die Zwiebeln den Darm unter Druck schon wieder verlassen hätten ….

 

 

Morgen wäre eine «Passfahrt» auf 680 m angesagt, über den Polarkreis. Aber wenn das Wetter so bleibt bin ich mir noch nicht so ganz sicher.

 

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Nach Norden

Tatsächlich …. Wir sind wieder unterwegs ….

 

 

Am Freitag, abends losgefahren und heute schon an der Küste von Dänemark. Trotz der vielen grossen Baustellen auf den deutschen Autobahnen sind wir sehr zügig vorwärtsgekommen. Wir wussten, dass ab Frederikshavn die Fähren um 11.50 h und um 14.00 h losfahren. So sind wir um 06.00 h von unserem Schlafplatz in Norddeutschland weggefahren und waren auch rechtzeitig hier. Nur hat einer von uns (ich) nicht daran gedacht, dass es Sonntag ist …. Die Fähre hier wird, ganz im Gegenteil zu allen anderen die wir bis jetzt benutzt haben, sehr gut genützt. Tja, das heisst dann nun warten bis es 20.00 wird. Aber das ist halb so schlimm, wir machen einfach gemütlich einen Mittagsschlaf (bei Coni dauert der schon über 2 Stunden 😊). Einen Wiesenplatz, ganz am Ende der Hafenanlage gefunden wo wir nur die Rotorblätter der Windräder hören, sind ziemlich laut bei dem Wind hier. Ja das Wetter, am Morgen früh hat es in Dänemark begonnen zu regnen und jetzt ist wieder Sonnenschein mit schönen weisse Wolken am Himmel, so wie es eben im Norden ist, großartig. Aber auch kühl bei ca. 13 Grad.

 

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Start 2019

Noch eine gute Woche bis zum Start unserer 4 wöchigen Reise.

Ziel: wie könnte es anders sein, Norwegen. Dieses Land hat es und einfach angetan und da wir 4 Wochen Urlaub planen konnten lohnt es sich die lange Fahrt noch Mal auf uns zu nehmen. Ein genaueres Ziel haben wir nicht. Wir werden vermutlich über Dänemark und Schweden fahren und dann irgendwo in der Nähe vom Polarkreis nach Norwegen einfahren. Mal schauen was auf uns zu kommt.... Das ist ja eben der Reiz vom Campen mit dem Wohnmobil. Wenn alles klappt sollten wir am 24.Mai los fahren können. ich werde versuchen wieder Berichte und Bilder in den Blog zu speichern und wer weis, vielleicht gibt es ja mal ab und zu einen Kommentar....

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Die Schweiz in Sicht

 

 

Der Regen ist nun definitiv wieder weg und es sind wunderbare Herbstage die uns in den südlichen Bergen begleiten. Allerdings um einiges kälter. In der Nacht wird es auf ca. 1700 m um die 2 Grad und am Tag sind es in etwa 14 – 16 Grad. Das passt aber schon bei dem herrlichen Sonnenschein.

Im Schnitt haben wir bis jetzt gut 170 km am Tag hinter uns gebracht. Der Gesamtschnitt liegt etwa bei 45 km/h so ergibt das einige Stunden am Tag. Aber ich geniesse die Passfahrten es macht mir nach wie vor unglaublich Spass in den Bergen zu fahren. Bis wir zu Hause sind werden es 25 Pässe sein über die wir gefahren sind. Im Moment stehen wir am Forcla di Livigno. Das wird an die 50 000 Höhenmeter geben. Einziger Nachteil ist, dass die Sonne jetzt Ende September schon sehr früh runter geht und wir so nicht mehr gross draussen sein können. Aber dafür ist es gemütlich in unserem Camper. Zwischendurch backen wir mal wieder in unserem Dutch-Ofen Brot und ein feines Dessert, was gar nicht so einfach ist bei diesen kalten Temperaturen. Aber es schmeckt und das ist die Hauptsache.

 

Der Hingucker vom Tag.

Als ich vom Morgenspaziergang mit Wasco retour kam, sind ein paar Camper aus ihrem Zelt gekrochen. Gut dachte ich, bei 2 Grad werden die wohl etwas kühl gehabt haben. Eine der Frauen marschierte dann zu ihrem Auto und setzte sich auf den Beifahrersitz. Ich dachte sie wolle sich nun aufwärmen.

Nein, nein:

Spieglein, Spieglein an der Sonnenblende wer ist den nun die schönste im Gelände…..

Puder da und Puder hier, das alles braucht es zwingend hier.

Ein Strich ums Auge und auf den Lippen, wer will mich da noch aus dem Auto kippen….

 

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Kroatien

 

 

 

 

Mittlerweile sind wir wieder in Slowenen. Jetzt aber im Südwestlichen Teil.

 

Kroatien hinterlässt gemischte Gefühle. Einerseits diese wunderschöne Küste mit dem glasklaren Meer, aber leider überall sehr viel Abfall und Gerümpel. Ich denke da müsste nächstens etwas geschehen wenn es nicht ausarten soll. Ein wenig schwierig ist es Geeignete Schlafplätze zu finden, für uns die gerne in der Natur übernachten. Campingplätze sind um die 30.—Franken, auch solche die keine grosse Infrastruktur haben. Nach oben ist der Preis aber offen.

Wir konnten in Kroatien einige sonnige Tage (in kurzen Hosen!!) geniessen. Durch die hohen Temperaturen mussten wir etwas umdenken. Wasser und WC Tank entsorgen ist in Kroatien nicht so einfach. Auf Campingplätzen nur bei einer Übernachtung möglich…. Leider ist das Frischwasser ab dem Hahn mit Chlor angemischt. So mussten wir sehr sparsam mit unseren Reserven umgehen. Zur Sicherheit haben wir uns ein paar Liter im Supermarkt gekauft.

Seit drei Tagen haben wir nun kühleres Wetter und auch viel Regen. Aber zum Glück scheint auch immer wieder die Sonne. Wir werden jetzt langsam nach Norden in Richtung dem Fluss «Soca» fahren und schauen was alles auf uns zu kommt.

 

Ach ja, hab ich noch ganz vergessen. Warum nur hat sich Early-Bird, in Kroatien am Strand immer wieder schlagartig umgedreht…. Es stehen oft einzelne Fahrzeuge an der Küste, will (Mann oder auch Frau) nun an einer dieser Stellen ans Wasser, so gibt es Begegnung mit Menschen, die sehr wahrscheinlich im Alter eine Textilallergie haben….. Da war ich schon sehr dankbar wenn am Wegrand eine Tafel mit, der Freien Körper-Kultur ausgeschildert war.

 

 

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Slowenien

Nachdem wir die Dolomiten gut hinter uns gebracht haben sind wir ohne Probleme, an einem geschlossenen Zoll, in Slowenien angekommen. Über den Predil in den Nationalpark Triglavski. Dort wo der Fluss Soca entspringt. Eine wunderschöne Gegend mit viel Karst. Die Strecke nach Kranjiska Gora hat es dann in Sich, den Vrsic Pass. 48 Serpentinen, 14 % Steigung, 800 Höhenmeter auf 10 km. Das alles auf einer schmalen Strasse mit Baustellen und ab und ein Reisecar im Gegenverkehr. Ach ja ganz vergessen, da waren noch etwa fünfzig, 40 bis 60 jährige Rennradfahrer …… gut einzelne haben das Fahrrad neben sich gehabt aber dennoch einen hochroten Kopf. Ob das noch gesund ist??

 

Coni sagt immer, wenn die Strassen eng werden, das kreuzen schwierig aber vor allem wenn es ihr etwas mulmig wird, dann ist ihr Chaffeuer angekommen…..

 

Die grossen Berge haben wir gut hinter uns gebracht und wir erfreuten uns an den schönen Gegenden im Flacheren. Slowenien verdient wirklich Respekt, ein sauberes, gepflegtes Land. Die Dörfer mit farbigen Häusern und Bauernhöfe mit allem drum und dran, die Strassen wirklich in einem guten Zustand. In den Wäldern hat es auch immer wieder genügend Brachland so dass es viele verschiedene Arten von Schmetterlingen und Kleintieren hat. Einzig in den grösseren Städten merkt man das man im Osten ist. Die vielen Hochhäuser passen irgendwie gar nicht in das Bild. Ach ja und der Verkehr auf den Strassen ist sehr angenehm, das pure Gegenteil zum westlichen Nachbar.

Ljubljana haben wir östlich umfahren, leider fehlt uns die Zeit um noch weitere Strecken in den Osten. Über Land fahren wir mit nicht mal 30 km/h im Schnitt. Wir brauchten für 180 km über 6 Stunden reine Fahrzeit. (Gut, seit Göschenen in der Schweiz gab es keinen einzigen Autobahn Kilometer mehr). So entschlossen wir uns Richtung Kroatien zu «drehen». Wir möchten ja gerne noch ans Meer und im Wissen, dass wir auf dem Rückweg ja noch einiges vom schönen Slowenien sehen können, freuen wir uns richtig auf die kommenden Tage.

 

 

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Richtung Slowenien

Dolomiten beim Karersee
Dolomiten beim Karersee

 

 

Slowenien ist unser Ziel. Nach einem kurzen Angelstopp am Oberalpsee und den Schweizer Pässen Flüela und Ofen sind wir seit heute in den Dolomiten unterwegs. Die Gegend im Südtirol ist immer wieder beeindruckend. In den Ebenen tausende von Apfelbäumen und oben immer wieder die wunderschönen Berge.

Das Befahren der Passtrassen erfordert einiges mehr an Aufmerksamkeit als bei uns in der Schweiz. Viele der Einheimischen schneiden die Kurven ob übersichtlich oder nicht, Sicherheitslinien sind zum überfahren da, egal ob Zweirad oder Vierräder. Aber das kennen wir ja von unseren viele Reisen in Italien. Denke ab Montag wird das sicher besser.

Die Temperaturen in den Bergen sind nun schon deutlich kühler. Am Morgen bei 6 bis 12 Grad, (alle drei Schlafplätze waren über 2000 m) sobald die Sonne aufgeht wird es aber angenehm warm. Morgen werden wir noch den Wintersportort Cotina d’Amezzo durchfahren (müssen). Sport ist hier so eine Sache, dutzende von Skiliften und Sesselbahnen zieren hier die Berghänge. Einerseits natürlich toll für uns, denn es können viele Gebiete angefahren werden aber wenn ich das vorbereiten der Schneekanonen sehe…. schaue ich gerne mal auf die andere Seite. Bin froh, dass wir keine Wintercamper sind….

 

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Den Norden verlassen

 

 

Auf den letzten Kilometer in Schweden übernachteten wir noch an einem unserer Lieblingsplätze, ganz in der Nähe einer ehemaligen Kirschenplantage. 1973 wurde Diese durch ein Feuer zum Teil verwüstet und aufgegeben. Einige der Obstbäume aus dem 17. Jahrhundert haben den Brand aber überstanden und sind heute wahre Riesen. Stammdurchmesser von ca. 1.50 m und hoch wie die höchsten Tannen. Die ersten Kirschen sind nun reif und so ist das ein Paradies für Vögel. Spechte, Drossel, Amsel, Eichelheer, Elster, Krähen und auch diverse kleine Gefiederte sind da vor Ort.

 

In Dänemark wurde es etwas kühler, hatten wir doch die letzten Tage in Norwegen und Schweden bis fast 30 Grad (für mich dann langsam Betriebstemperatur). In Deutschland ist es merklich kühler geworden und wir sind kräftig am Kilometer abfahren. Die grossen Baustellen im Norden haben wir noch am Sonntag hinter uns gebracht und uns entschlossen über Nürnberg an den Bodensee zu fahren.

 

Ein klein wenig wehmütig schaue ich auf die Camper, die auf der Gegenfahrbahn Richtung Norden fahren, aber nach der Reise ist ja auch vor der Reise.

 

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Die Küste verlassen

Blick auf Runde
Blick auf Runde

Den Süden von Norwegen erreicht. Die letzten 2 Tage an der Küste waren extrem windig, zwar herrlicher Sonnenschein aber bei 10 Grad nur an windstillen Orten länger zum Aushalten. Oder es braucht halt warme Kleider. Die Norweger sind aber hart im Nehmen, sie sind trotzdem mit kurzen Hosen und T-Shirt unterwegs. Sobald die Sonne scheint ist es einfach nicht mehr kalt für sie.

 

Es ist nun aber wieder deutlich wärmer und so sind die ersten schon am schwimmen in den Fjorden. Ich bräuchte einen Neopren Anzug oder besser zwei.

 

Hab da noch einen Nachtrag zum neusten Schrei der Menschheit.

 

Da kam also so ein dunkles, Batterie betriebenes neues Fahrzeug angefahren. Wie heisst das noch, Tela, Tempo, nein natürlich Tesla. Gut der Tesla kann ja nichts dafür.

 

Da hat doch tatsächlich einer seiner Partnerin Kappe und Ohrwärmer angezogen und sie dann auf den Rücksitz gesetzt, so dass mit der Selfie-Stange die Fahrt bei offenem Dachfenster hat filmen können….

 

Und, mehrere Fahrzeuglenker gesehen, die einen Gehörschutz mit Radioempfang tragen (während der Fahrt). Da bin ich auch noch am rätseln. Können die keine Bluetooth Verbindung zum Autoradio machen oder hat ihr Fahrzeug gar kein Radio eingebaut? Oder aber sie ertragen die Fahrgeräusche nicht.

 

Also mich wundert nichts mehr.

 

Ach ja und da sind wir, nach bald 100'000 Camper Kilometer, zum ersten Mal in eine Polizei-Kontrolle geraten. Nein, nein der Vogel ohne Federn ist nicht zu schnell gefahren. Alkohol Kontrolle, ausgerechnet bei mir. Nun nach dem ganzen Prozedere habe ich den Beamten erklärt, dass ich keinen Alkohol trinke und das schon immer. So haben beide gelacht und uns eine gute Fahrt gewünscht. Waren angenehm nette Polizisten.

 

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Ab in den Süden ...

Bevor wir nun definitiv daran denken müssen, dass die Allgemeinrichtung gegen den Gotthard (oder sonst irgendein Ort im Süden) ist, besuchten wir noch die Insel Hitra. Die Insel ist bekannt für Fische im Norden. Leider hat das nicht nur Vorteile. Am Schlafplatz, in einer Nische, konnte ich sehr gut Angeln. Doch wenn in der Bucht täglich an die 20 Boote unterwegs sind ist auch nahe am offenen Meer eine Art Überfischung das Problem. 90 % der Boote sind von den Touristen gemietet und so wird jeder so viel wie möglich aus dem Wasser nehmen. Da wird es vom Ufer aus schwieriger, hatte aber Glück und durfte einen Kabeljau zum Camper mitnehmen. So haben wir immer wieder ein Festmahl auf dem Tisch. Zur Abwechslung gibt es mal Hühnerfleisch oder so, aber das fange ich dann nicht selber…. (Coni und Wasco übrigens auch nicht).

 

Heute wurden wir uns der Tatsache wieder bewusst, dass an der Küste von Norwegen kein zügiges Vorwärtskommen möglich ist. Von 10.30 bis 17.00h gab es 250 km. Das gibt in etwa einen Schnitt von ca. 60 km/h, mit Fähren usw. aber schön ist es halt.

 

Der Mensch hat ein neues Hobby, wir stehen hier am Atlanterhavsweg (Atlantikküstenstrasse) bei der Brücke Storseisundbrua, bekannt von vielen Bildern aus Norwegen. Der neueste Schrei ist nun, dass einer mit Drohnen filmt wie der Andere oder auch die Andere über die Brücke fährt. (gleich zweimal passiert in der letzten halben Stunde). Es bleibt natürlich nicht bei einem Versuch, muss ja perfekt sein. Ja klar, ich mache ja auch mehre Bilder vom gleichen Objekt um auslesen zu können…

 

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Vogel mit und ohne Federn

Unsere Reiserichtung hat gedreht, es fährt nach Süden. Nach Süden heist auch, dass es nicht so schnell vorwärts geht, vor allem nicht an der Küste. Aber das soll nur recht sein. Zwei Tage hatten wir nun bewölkt und immer wieder Nieselregen. Dann aber mit, oder durch, kräftigen Wind wieder Sonnenschein.

 

Heroy und die Vögel….

 

Wir haben letztes Jahr auf der Insel Heroy einen schönen Schlafplatz gefunden, der auch sehr gut geeignet ist zum Fischen. Also auf die Fähre, zur Insel gefahren, dann in den Süden zu der beschriebenen Stelle, abgebogen und angehalten.

Aber ….. was sehe ich denn da, ein Austernfischer am Brüten. Es sind Bodenbrüter und das genau mitten auf dem Platz. Tja was nun. Wasco aus dem Camper? Die Vögel würden sich nicht mehr in die Nähe wagen und die Eier kalt werden. Wasco im Camper lassen, kommt auch nicht in Frage. Folge davon, Retourgang und anderen Schlafplatz suchen. Ist aber auf der Insel gar nicht so einfach da viel Landwirtschaft betrieben wird. Nach ca. 2 Stunden dann einen Notplatz genommen.

 

 

 

Merke:          Ein kleiner Vogel (mit Federn) verteidigt sein Nest immer erfolgreich, auch gegen einen grossen Vogel (ohne Federn).

 

 

 

Der Notplatz erwies sich aber als gar nicht so schlecht. Zeit zum Räuchern und Brot backen.

Frisch geräucherten Köhler aus dem Räucherofen und frisch gebackenes Dinkelbrot aus dem Dutch-Ofen. Was will man mehr…… Ja klar, ein frisches Kabeljau-Filet. So lassen wir es und gut gehen.

 

 

 

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Fjorde und Küste

Wir haben die ersten Fjorde und die Küste erreicht. Das heisst für uns auch, dass wir es nun gemütlicher angehen können. Das Wetter spielt absolut mit, einen Tag mit etwas Regen aber nun Sonnenschein mit Wolken und sogar 25 Grad. Vor dem Regentag wollten wir eigentlich in der Nähe vom Polarkreis übernachten, aber da es auf 680 m am Nachmittag grad mal 10 Grad war entschieden wir uns in tiefere Lagen zu fahren. Bei einem Kälteeinbruch hätten wir da oben Schnee gehabt. So holten wir das auf dem Rückweg nach. Auf dieser Höhe ist die Landschaft extrem karg und fast Tundra ähnlich. Das macht für den Reiz aus. Es hatte auch noch einiges an Schnee an den Hängen.

 

Da wir ja einen Monat früher hier in Norwegen sind ist es fast erschrecken wie wenige Touristen es unterwegs hat. Es gab aber trotzdem schon tolle Bekanntschaften die wir sehr genossen haben. Man tauscht sich aus und findet so immer wieder Gegenden wo nicht unbedingt auf dem Plan sind. So auch der alte Bootsanleger im Saltstraumen wo es kapitale Fische gibt. (Dank an Norbert).

 

Bei einem Schlafplatz gab es eine Radarkontrolle durch zwei norwegische Polizistinnen. Zum Glück waren wir ja schon am Platz. In Norwegen ist es üblich, dass sich die Polizei nicht versteckt um die Messungen zu machen. Mann (und Frau) kann es also von weit her sehen. Aber der Erste, der die Strecke fuhr hat es auch erwischt, war dann auch der Einzige. Vielleicht war er Junggeselle und wollte nur mit den beiden blonden Polizistinnen etwas …..

 

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Auge in Auge ...

Mit Goteborg haben wir auch den Verkehr hinter uns gelassen. Kaum mehr LKW sind unterwegs und nur ab und zu mal ein Camper. Doch die Ruhe auf der Strasse trügt manchmal. Ein Sattelschlepper hat sich im Strassengraben überschlagen…. Helfen konnten wir da nichts aber der Fahrer sass auf dem Dach (Fahrertüre) und fragte uns ob wir etwas zu Rrauchen hätten … So schien er wenigstens keine Verletzungen zu haben. Kurz zuvor bin ich mit etwas untersetzter Geschwindigkeit gefahren was unser Glück war. Ein ausgewachsener Elch sprang vom Wald direkt vor uns auf die Strasse. Es hat gerade noch gereicht um zu bremsen.

 

Auge in Auge mit einem Elch, vor der Haube ……

 

Aber alles gut gegangen.

 

Heute nach der Mittagspause entschlossen wir uns in Richtung Norwegen zu fahren. Es ist nun genug mit der Schnellstrasse. Eigentlich wäre ja die Ostsee noch im Plan gewesen aber das reicht nicht, da bräuchten wir viel mehr Zeit. Es macht auch Sinn in Richtung Küste zu fahren da die Mücken hier in Schweden schon sehr aktiv sind. Da kann ich gut drauf verzichten…..

 

Wir haben hier wieder Frühling, die Sonne scheint bei ca. 20 Grad. Einzig der Wind ist etwas frisch. Sind eigentlich kurz vor dem Polarkreis und so ist es jetzt um 22.00 h immer noch taghell.

 

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Gestartet

Es ist schön wieder unterwegs zu sein. Die grosse Reise vor einem Jahr ist noch so nah und die Erinnerungen daran sind jetzt natürlich sehr intensiv. Das Gefühl vom zeitlosen Reisen, mit allen Sinnen ist schon toll, sogar auf den Raststätten der Autobahn wenn ein halbes Dutzend Chauffeure bei einem LKW rund um den Grill stehen und dann das Essen auf ihren alten, klapprigen Campingstühlen geniessen. Eindrücke die dazu gehören. Kurze Momente die dann hängen bleiben.

 

Deutschland haben wir nun schon verlassen, sind mit der Fähre von Puttgarden übergesetzt. Tatsächlich fanden wir hier sogar einen Schlafplatz wo man frei Stehen kann. Das ist in Dänemark eine Seltenheit.

 

Kaum hier angekommen hat ein polnischer LKW-Fahrer seinen Hund zu Wasco gebracht. Hund … ja … der arme Kerl ist nicht mal so gross wie der Schädel von Wasco, kleiner als eine Katze … Gut, hab dann Wasco ins Platz gelegt, so dass wenigsten der Höhenunterschied nicht ganz so aussergewöhnlich war. Der Pole hat sich riesig gefreut, dass sein kleiner Hund an Wasco schnuppern durfte. Nach einem kräftigen Händedruck ist er dann zu seinen Kollegen und wird sicher die grosse Story erzählen können. (ich ja auch).

 

Seit wir von zu Hause weggefahren sind haben wir stahlblauen Himmel und Sonne den ganzen Tag, das darf ruhig so bleiben.

 

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Auf in den Norden

Nachdem wir unsere grosse Reise im Letzten Jahr so gut hinter uns gebracht haben und immer noch davon zerren, ist uns der Entscheid leicht gefallen nochmal in den Norden zu fahren.

Die Idee wäre, durch Schweden so ungefähr bis in die Höhe der Lofoten und dann in Norwegen wieder der Küste entlang nach Süden. Zeit haben wir vom 19. Mai bis zum 13. Juni.

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Ende im Gelände

Von A bis Z ...
Von A bis Z ...

 

 

 

Nun ist es definitiv. Wir sind zu Hause. Lange habe ich mir überlegt wie ich den Blog unserer Auszeit beenden kann. Wie können wir die 3 ½ Monate und die gut 16`000 km noch Mal an uns vorbeiziehen lassen. So viel haben wir erleben dürfen, wunderbare Bekanntschaften hat es gegeben. Menschen die uns so viel Freude gebracht haben. Sei es in einem kurzen Gespräch oder in den Tagen die wir gemeinsam an den Plätzen standen. Tiere zu fotografieren, den längsten Frühling in meinem ganzen Leben erlebt zu haben und, und, und. Wir zwei sind extrem dankbar, dass wir das alles erleben durften, für uns ist es wirklich keine Selbstverständlichkeit und wir werden sicher sehr lange, viel Zeit brauchen um das Erlebte zu verarbeiten.

 

Mit einer Woche Abstand, kann ich sagen, dass der Alltag nicht so schlimm auf mich zu gekommen ist wie ich mir das manchmal vorgestellt habe, bin mit Freude und Fröhlichkeit empfangen worden und das hilft einem doch sehr. An dieser Stelle auch ein herzliches „Dankeschön“ an alle die so positiv auf unseren Blog reagiert haben.

 

Unseren Camper mussten wir komplett leeren um diesen zu Reinigen. Staub und Schmutz in jeder Ritze. Ist ja auch nicht verwunderlich haben wir doch so viel Zeit im Fahrzeug verbrach wie sonst in etwa 3 Jahren. Aber unser Malibu hat sich bewährt. Ein Steinschlag an der Frontscheibe, das obere Kreuzgelenk der Lenkung knackt, und ein Rücklicht ist zerbrochen als der Wind die Türe mit dem Fahrradträger etwas gar schnell geöffnet hat. Ansonsten keine Defekte oder „Beschwerden“.

 

Seit dem Frühling 2016 haben wir nun ca. 29‘000 km gemacht und ich bereue den Kauf keine Sekunde. Auch der Ausbau hat sich sehr gut gehalten. Einige Geräusche musste ich beseitigen und eine Schublade reparieren.

 

Wasco hat sich schnell wieder eingelebt, einzig als wir den Camper entladen haben ist er vor der Wohnungstüre gesessen und war sich wohl nicht sicher ob wir nun wirklich hier bleiben. Ab und zu haben wir gemerkt, dass er genug hatte und wohl am liebsten zu Hause seinen Rhythmus leben möchte. Jeder Tag hat ihm aber auch Neues gebracht und er konnte es bis zuletzt nicht erwarten bei einem Stopp sofort nach draussen zu kommen und zu schauen, hören, riechen was alles los ist an einem neuen Platz. Er hat mich mehrmals überrascht mit Reaktionen die ich von ihm nicht erwartet hätten. So z.B. als er mit einem Jungen spielte und überhaupt keine Anstalten machte seine ganze Kraft in das Spiel zu bringen. Vorher noch nie gesehen von ihm….

 

Wenn ich das Eine oder andere Bild anschaue so kann ich das Meer noch förmlich riechen, so ist die Reise auch noch sehr nahe und ich bin gespannt wie das in ein paar Wochen sein wird.

 

Den Spruch, Träume nicht Dein Leben sondern lebe Deinen Traum, gibt es ja oft zu lesen. Nun, es braucht vielleicht etwas Mut um mal aus dem Alltag auszubrechen, aber es ist wirklich so. Den Traum leben, ein Abenteuer wagen, die Zeit einfach mal an sich vorbeigehen lassen. Ich kann es auch nur empfehlen. Was diese Erfahrungen für eine Lebensqualität mit sich bringt sollte eigentlich keinem Menschen verwehrt sein.

 

Ja, das Ende im Gelände, („Zitat“ von Andrea von den Wanderfalten). Das trifft auf mich zu wie nichts anderes. Ein Gelände, (Skandinavien) verlassen. Eine wunderbare Welt, welche wir bestimmt wieder besuchen werden.

 

So bleibt mir nun die Vorfreude auf unser nächstes „On the Road Again)

 

Von A bis Z ...
Von A bis Z ...

 

 

 

Nun ist es definitiv. Wir sind zu Hause. Lange habe ich mir überlegt wie ich den Blog unserer Auszeit beenden kann. Wie können wir die 3 ½ Monate und die gut 16`000 km noch Mal an uns vorbeiziehen lassen. So viel haben wir erleben dürfen, wunderbare Bekanntschaften hat es gegeben. Menschen die uns so viel Freude gebracht haben. Sei es in einem kurzen Gespräch oder in den Tagen die wir gemeinsam an den Plätzen standen. Tiere zu fotografieren, den längsten Frühling in meinem ganzen Leben erlebt zu haben und, und, und. Wir zwei sind extrem dankbar, dass wir das alles erleben durften, für uns ist es wirklich keine Selbstverständlichkeit und wir werden sicher sehr lange, viel Zeit brauchen um das Erlebte zu verarbeiten.

 

Mit einer Woche Abstand, kann ich sagen, dass der Alltag nicht so schlimm auf mich zu gekommen ist wie ich mir das manchmal vorgestellt habe, bin mit Freude und Fröhlichkeit empfangen worden und das hilft einem doch sehr. An dieser Stelle auch ein herzliches „Dankeschön“ an alle die so positiv auf unseren Blog reagiert haben.

 

Unseren Camper mussten wir komplett leeren um diesen zu Reinigen. Staub und Schmutz in jeder Ritze. Ist ja auch nicht verwunderlich haben wir doch so viel Zeit im Fahrzeug verbrach wie sonst in etwa 3 Jahren. Aber unser Malibu hat sich bewährt. Ein Steinschlag an der Frontscheibe, das obere Kreuzgelenk der Lenkung knackt, und ein Rücklicht ist zerbrochen als der Wind die Türe mit dem Fahrradträger etwas gar schnell geöffnet hat. Ansonsten keine Defekte oder „Beschwerden“.

 

Seit dem Frühling 2016 haben wir nun ca. 29‘000 km gemacht und ich bereue den Kauf keine Sekunde. Auch der Ausbau hat sich sehr gut gehalten. Einige Geräusche musste ich beseitigen und eine Schublade reparieren.

 

Wasco hat sich schnell wieder eingelebt, einzig als wir den Camper entladen haben ist er vor der Wohnungstüre gesessen und war sich wohl nicht sicher ob wir nun wirklich hier bleiben. Ab und zu haben wir gemerkt, dass er genug hatte und wohl am liebsten zu Hause seinen Rhythmus leben möchte. Jeder Tag hat ihm aber auch Neues gebracht und er konnte es bis zuletzt nicht erwarten bei einem Stopp sofort nach draussen zu kommen und zu schauen, hören, riechen was alles los ist an einem neuen Platz. Er hat mich mehrmals überrascht mit Reaktionen die ich von ihm nicht erwartet hätten. So z.B. als er mit einem Jungen spielte und überhaupt keine Anstalten machte seine ganze Kraft in das Spiel zu bringen. Vorher noch nie gesehen von ihm….

 

Wenn ich das Eine oder andere Bild anschaue so kann ich das Meer noch förmlich riechen, so ist die Reise auch noch sehr nahe und ich bin gespannt wie das in ein paar Wochen sein wird.

 

Den Spruch, Träume nicht Dein Leben sondern lebe Deinen Traum, gibt es ja oft zu lesen. Nun, es braucht vielleicht etwas Mut um mal aus dem Alltag auszubrechen, aber es ist wirklich so. Den Traum leben, ein Abenteuer wagen, die Zeit einfach mal an sich vorbeigehen lassen. Ich kann es auch nur empfehlen. Was diese Erfahrungen für eine Lebensqualität mit sich bringt sollte eigentlich keinem Menschen verwehrt sein.

 

Ja, das Ende im Gelände, („Zitat“ von Andrea von den Wanderfalten). Das trifft auf mich zu wie nichts anderes. Ein Gelände, (Skandinavien) verlassen. Eine wunderbare Welt, welche wir bestimmt wieder besuchen werden.

 

So bleibt mir nun die Vorfreude auf unser nächstes „On the Road Again)

 

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Die Welt hat uns wieder ....

Von Norden nach Süden ...
Von Norden nach Süden ...

 

Tja, es ist so. Wir sind wieder aufgetaucht, den Kopf über Wasser, in der Realität. Stellplatze sind über voll mit Wohnmobilen. Die scheinen sich aber alle sehr gern zu haben denn sie stehen Tür an Tür. Vermutlich können die Einen eher nicht so gut schlafen, denn es kann gut sein, dass die Anderen in der Nacht schnarchen, oder so. Für uns nicht ganz so einfach aber wir schaffen es, immer etwas abseits zu stehen und so wenigstens ein klein wenig Freiheit zu haben.

 

Nach zwei sonnigen warmen Tagen im Süden von Norwegen hatten wir wieder 2 Tage etwas mehr Feuchtigkeit die von oben kam. So entschieden wir uns zur Fähre nach Hirtshals zu fahren. Wir benutzten die schnellste Fähre vom Atlantik. Die hat eine Spitzengeschwindigkeit von ca. 75 km/h, natürlich nicht voll beladen. Die Fahrt dauerte so nur 2.5 Std. statt deren 4.

 

Die letzten Tage unserer Reise verbringen wir in Deutschland, da wir am kommenden Freitag in München nochmal einen Termin für unsere Heizung haben. Da bin ich gespannt was die Firma Truma uns für Vorschläge machen kann. Nehme an die Chancen werden dann wieder bei 50 zu 50 sein, oder nicht …..

 

Einen besonderen Schlafplatz fanden wir am Nord-Ostseekanal. Freier Blick auf das Wasser mit den grossen Schiffen, welche manchmal fast überdimensional wirken. Die Kanalbreite wurde von 30 auf 100 m verbreitert und das Wasser hat eine max. Tiefe von etwa 16 m, so können grössere Schiffe durch den Kanal fahren aber nicht kreuzen, dafür gibt es dann Ausweichstellen. So in etwa wie an einer Passtrasse in XXXXL.

 

In Norddeutschland ist es nun deutlich wärmer. Aber auch hier hatten sie bis jetzt nicht wirklich gutes Wetter, wurde uns gesagt. Auf jeden Fall geniessen wir die Sonnenstrahlen und freuen uns draussen sein zu können.

 

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Bergtour

Blick über den Slidrefjorden zum Jotunheimen
Blick über den Slidrefjorden zum Jotunheimen

 

Für ein paar Tage haben wir nun die Küste verlassen und haben uns in die Berge begeben. Zuerst war die alte Passtrasse vom Videdalpass 1050 müM unser Ziel. Wir fanden frühzeitig einen guten Schlafplatz und konnten so bei Sonnenschein wieder einmal unser Essen an einem Feuer „bröteln“. Der Hauptgang war dann ein frisches Polak-Filet. Diese Dorsch-Art wird hier in Norwegen als sehr guter Speisefisch geschätzt.

 Die Zweite Station war der Jotunheimen Nationalpark. Ein wunderschönes Wandergebiet das über Valdresflye erreichbar ist. Auf über 1300 m ist die Landschaft karg und wir sind umgeben von Berggipfeln.

Die dritte Bergankunft hatten wir im Gebiet von Ardal beim Tynosensee bei Ovre Ardal. Auch hier waren wir auf über 1000 m und auch hier ist es eine wunderschöne Gegend. Es hat an der Strecke die „Cabins“ welche in allen Formen und Farben zu sehen sind.

Die Vierte Bergankunft war zwischen dem Sognefjorden und dem Auerland. Haben die Alte Passstrasse benutzt. Zum Teil war die Strasse so schmal wie bei uns in etwa der Pragelpass. Da war doch vor uns tatsächlich ein Reise Car aus Polen. Zum Glück konnten wir den aber hinter uns lassen bevor es von der Passtrasse nach Auerland hinunterging. Da hatten wir zum Teil schon Mühe mit den Ausweichstellen….

Eine weitere Bergankunft dann noch von Sauerland über die Ortschaft Geilo zum Hardangerfjord. Das hat dann alles übertroffen was ich bis jetzt gefahren bin. Da gab es Tunnel welche übereinander und wie ein Zapfenzieher im Berg gebaut wurden. Fast zwei Mal um die eigene Achse dreht man sich da und das Ganze mit einer Steigung / Neigung von 6 bis 8 % .....

Zu guter Letzt dann noch vom Hardangerfjord zum Saudafjorden nach Sauda. Ach hier eine tolle Passtrasse auf über 1000 m mit vielen Stauseen und einer wirklich sehr engen Strasse. Eine wunderschöne Gegend diesmal auch mit viel Sonnenschein.

 

Leider sind die Pässe nicht beschriftet aber für Interessierte habe ich die Strecke ja aufgezeichnet.

 

In den Bergen war es zum Teil immer noch bitter kalt, hatten auf 1300 m leichter Schneefall und wieder gefrorene Seen. Nacht wird es nun tatsächlich auch, von 22.45 bis etwa 04.00 h geht die Sonne unter und so haben wir zum ersten Mal in all unseren Reisen im Norden dunkel.

 

Der Sognefjorden wird als „der König der Fjorde“ in Norwegen ausgeschrieben. Es sind über 160 km Luftlinie zwischen dem Ende vom Fjord und dem offenen Meer. Erstaunlich auch, dass das Wasser am Ende vom Fjord nicht salzhaltig schmeckt (selber getestet), und es hier trotzdem Meeresfische wie den Kabeljau gibt. Am Ende vom Hardangerfjord waren dann zwei grosse Kreuzfahrtschiffe. Habe schon gehört, dass die Norweger die Einfahrt der grossen Schiffe in die Fjorde verbieten wollen, vor allem in den Geirangerfjord.

  

Noch eine wichtige Verkehrsmeldung:

Wer auf den schmalen Passtrassen in Norwegen unterwegs ist, bitte Vorsicht walten lassen. Im Gegenverkehr hat es so weise Camping-Fahrzeuge welche die Verantwortung voll und ganz den Anderen überlassen. Bitte frühzeitig Ausweichstellen aufsuchen, die Fahrer haben vermutlich Platzangst …..

 

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Trollstigen / Insel Runde

Papageientaucher der Insel Runde
Papageientaucher der Insel Runde

 

Die Trollstigen haben wir leider bei Regen gefahren. Für Viele Camper sind die engen Spitzkehren eines der vielen Highlights in Norwegen. Was mich beeindruckt ist, wie die Strasse in den steilen Hang gebaut wurde. Zum Fahren ist es wie bei uns in auf den alten Passtrassen. Allerdings hat das ja nicht jeder so ganz im Griff, aber es scheint immer alles gut zu gehen, die Buss-Chauffeure brauchen halt etwas Nerven mit den vielen Touristen. Leider waren die Berge alle in Wolken verhangen aber wir konnten ja schon bei Sonnenschein hier oben sein.

 

Auf der Insel Runde hatten wir perfektes Wetter. Die Papageientaucher hatten Flugshow und füttern ihren Nachwuchs ohne Unterbruch. Die kleinen Vögel sind extrem wendig aber auch neugierig. Täglich sind sicher mehre Dutzend Touristen auf dem kleinen Plateau um Bilder zu machen und so sind die Papageientaucher auch überhaupt nicht scheu. Wir sind wie immer auf dem Weg von Süden her zu den Brutstäten gelaufen. Der Weg führt in einem steilen Hang von 0 auf ca. 180 m. aber man wird mit einer sehr schönen Aussicht belohnt.

 

 

 

Übrigens:

 

(Es braucht neuerdings Tarnanzüge und Objektive mit getarnten Überzügen um die Vögel zu fotografieren…. Die Spezialisten hocken sich mehrere Stunden unter die Abschrankung und lassen anderen Interessierten keinen Platz. Alle ohne ein Objektiv mit grosser Brennweite haben keine Chance auf ein tolles Bild ….. die Rücksichtslosigkeit der Menschen ist grenzenlos …. ) oder trägt Tarnanzüge, für was auch immer ……)

 

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Atlanterhavsveg

Atlanterhavsveg
Atlanterhavsveg

 

Wir sind weiter an der Küste unterwegs. Den bekannten Atlanterhavsveg (Antlantikstrasse 64) haben wir nun auch hinter uns. An der Strecke besuchten wir die Inseln Smola und Langoya. Auf Smola steht eine der wenigen Windkraftanlagen von Norwegen. 68 Windräder produzieren durchschnittlich 450 GWh. Die Windräder sind 72 m hoch und haben einen Durchmesser von 82 – 88 m. Windkraftanlagen sind in Norwegen eine Seltenheit da praktisch nur mit Wasserkraft Strom erzeugt wird.

In Langoya wurde Pionierarbeit der Lachszucht geleistet. Es scheint eine aufsteigende Branche zu werden da die Nachfrage extrem gross ist. Auf Langoya habe ich die einzigen Zuchtbecken gesehen die an Land sind.

Auf der Antlantikstrasse hat es wie immer regen Verkehr und viel Rummel. Es erstaunt mich dass es da keine Unfälle gibt. Da brauchen die LKW-Fahrer gute Nerven. So etwas ab 20.00 h wird es dann ruhiger und man kann die schöne Landschaft anfangen zu geniessen. Es ist gewaltig wie die Strömung der Gezeiten unter den Brücken zieht.

 

Eine kleine Geschichte vom Atlanterhavsveg.

Drei Camper, ein Österreicher, ein Deutscher und ein Schweizer machen eine Dreiländer-Ecke. Für genügend Gesprächsstoff ist dann ja gesorgt. Der Österreicher meinte u.a., wir Schweizer können ja problemlos nach Österreich kommen, uns spiele es ja eh keine Rolle wie viel Maut wir bezahlen müssen. Der Deutsche wiederum meint, in die Schweiz könne er nicht fahren da das Land viel zu teuer ist (da hat er zu 100% recht). Der Schweizer meinte dann zum Schluss, es ist wichtig die richtige Reihenfolge der Länder einzuhalten == Schweiz, Deutschland und dann Österreich ….. Das hat mir der Österreicher nicht verziehen und meinte ich sei ein Tollpatsch, da ich einige Schnittwunden an meinen Finger habe ….

So richtig erfrischend war dieses Zusammentreffen und wir haben viel gelacht zusammen …...

 

Atlanterhavsveg
Atlanterhavsveg

 

Wir sind weiter an der Küste unterwegs. Den bekannten Atlanterhavsveg (Antlantikstrasse 64) haben wir nun auch hinter uns. An der Strecke besuchten wir die Inseln Smola und Langoya. Auf Smola steht eine der wenigen Windkraftanlagen von Norwegen. 68 Windräder produzieren durchschnittlich 450 GWh. Die Windräder sind 72 m hoch und haben einen Durchmesser von 82 – 88 m. Windkraftanlagen sind in Norwegen eine Seltenheit da praktisch nur mit Wasserkraft Strom erzeugt wird.

In Langoya wurde Pionierarbeit der Lachszucht geleistet. Es scheint eine aufsteigende Branche zu werden da die Nachfrage extrem gross ist. Auf Langoya habe ich die einzigen Zuchtbecken gesehen die an Land sind.

Auf der Antlantikstrasse hat es wie immer regen Verkehr und viel Rummel. Es erstaunt mich dass es da keine Unfälle gibt. Da brauchen die LKW-Fahrer gute Nerven. So etwas ab 20.00 h wird es dann ruhiger und man kann die schöne Landschaft anfangen zu geniessen. Es ist gewaltig wie die Strömung der Gezeiten unter den Brücken zieht.

 

Eine kleine Geschichte vom Atlanterhavsveg.

Drei Camper, ein Österreicher, ein Deutscher und ein Schweizer machen eine Dreiländer-Ecke. Für genügend Gesprächsstoff ist dann ja gesorgt. Der Österreicher meinte u.a., wir Schweizer können ja problemlos nach Österreich kommen, uns spiele es ja eh keine Rolle wie viel Maut wir bezahlen müssen. Der Deutsche wiederum meint, in die Schweiz könne er nicht fahren da das Land viel zu teuer ist (da hat er zu 100% recht). Der Schweizer meinte dann zum Schluss, es ist wichtig die richtige Reihenfolge der Länder einzuhalten == Schweiz, Deutschland und dann Österreich ….. Das hat mir der Österreicher nicht verziehen und meinte ich sei ein Tollpatsch, da ich einige Schnittwunden an meinen Finger habe ….

So richtig erfrischend war dieses Zusammentreffen und wir haben viel gelacht zusammen …...

 

Atlanterhavsveg
Atlanterhavsveg

 

Wir sind weiter an der Küste unterwegs. Den bekannten Atlanterhavsveg (Antlantikstrasse 64) haben wir nun auch hinter uns. An der Strecke besuchten wir die Inseln Smola und Langoya. Auf Smola steht eine der wenigen Windkraftanlagen von Norwegen. 68 Windräder produzieren durchschnittlich 450 GWh. Die Windräder sind 72 m hoch und haben einen Durchmesser von 82 – 88 m. Windkraftanlagen sind in Norwegen eine Seltenheit da praktisch nur mit Wasserkraft Strom erzeugt wird.

In Langoya wurde Pionierarbeit der Lachszucht geleistet. Es scheint eine aufsteigende Branche zu werden da die Nachfrage extrem gross ist. Auf Langoya habe ich die einzigen Zuchtbecken gesehen die an Land sind.

Auf der Antlantikstrasse hat es wie immer regen Verkehr und viel Rummel. Es erstaunt mich dass es da keine Unfälle gibt. Da brauchen die LKW-Fahrer gute Nerven. So etwas ab 20.00 h wird es dann ruhiger und man kann die schöne Landschaft anfangen zu geniessen. Es ist gewaltig wie die Strömung der Gezeiten unter den Brücken zieht.

 

Eine kleine Geschichte vom Atlanterhavsveg.

Drei Camper, ein Österreicher, ein Deutscher und ein Schweizer machen eine Dreiländer-Ecke. Für genügend Gesprächsstoff ist dann ja gesorgt. Der Österreicher meinte u.a., wir Schweizer können ja problemlos nach Österreich kommen, uns spiele es ja eh keine Rolle wie viel Maut wir bezahlen müssen. Der Deutsche wiederum meint, in die Schweiz könne er nicht fahren da das Land viel zu teuer ist (da hat er zu 100% recht). Der Schweizer meinte dann zum Schluss, es ist wichtig die richtige Reihenfolge der Länder einzuhalten == Schweiz, Deutschland und dann Österreich ….. Das hat mir der Österreicher nicht verziehen und meinte ich sei ein Tollpatsch, da ich einige Schnittwunden an meinen Finger habe ….

So richtig erfrischend war dieses Zusammentreffen und wir haben viel gelacht zusammen …...

 

Atlanterhavsveg
Atlanterhavsveg

 

Wir sind weiter an der Küste unterwegs. Den bekannten Atlanterhavsveg (Antlantikstrasse 64) haben wir nun auch hinter uns. An der Strecke besuchten wir die Inseln Smola und Langoya. Auf Smola steht eine der wenigen Windkraftanlagen von Norwegen. 68 Windräder produzieren durchschnittlich 450 GWh. Die Windräder sind 72 m hoch und haben einen Durchmesser von 82 – 88 m. Windkraftanlagen sind in Norwegen eine Seltenheit da praktisch nur mit Wasserkraft Strom erzeugt wird.

In Langoya wurde Pionierarbeit der Lachszucht geleistet. Es scheint eine aufsteigende Branche zu werden da die Nachfrage extrem gross ist. Auf Langoya habe ich die einzigen Zuchtbecken gesehen die an Land sind.

Auf der Antlantikstrasse hat es wie immer regen Verkehr und viel Rummel. Es erstaunt mich dass es da keine Unfälle gibt. Da brauchen die LKW-Fahrer gute Nerven. So etwas ab 20.00 h wird es dann ruhiger und man kann die schöne Landschaft anfangen zu geniessen. Es ist gewaltig wie die Strömung der Gezeiten unter den Brücken zieht.

 

Eine kleine Geschichte vom Atlanterhavsveg.

Drei Camper, ein Österreicher, ein Deutscher und ein Schweizer machen eine Dreiländer-Ecke. Für genügend Gesprächsstoff ist dann ja gesorgt. Der Österreicher meinte u.a., wir Schweizer können ja problemlos nach Österreich kommen, uns spiele es ja eh keine Rolle wie viel Maut wir bezahlen müssen. Der Deutsche wiederum meint, in die Schweiz könne er nicht fahren da das Land viel zu teuer ist (da hat er zu 100% recht). Der Schweizer meinte dann zum Schluss, es ist wichtig die richtige Reihenfolge der Länder einzuhalten == Schweiz, Deutschland und dann Österreich ….. Das hat mir der Österreicher nicht verziehen und meinte ich sei ein Tollpatsch, da ich einige Schnittwunden an meinen Finger habe ….

So richtig erfrischend war dieses Zusammentreffen und wir haben viel gelacht zusammen …...

 

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Norwegens geografischer Mittelpunkt

Heroy / sieben Schwestern
Heroy / sieben Schwestern

 

Nun haben wir den Norden im Norden wirklich verlassen und sind im geografischen Mittelpunkt von Norwegen angekommen. Dieser liegt im Helgeland bei Somna. Das heisst der Süden vom Norden hat uns wieder. Wir fahren weiter im Schnitt um die 90 km am Tag. Das kann dann aber gut sein, dass wir dafür von 11.00 h bis 17.00 h unterwegs sind, z.B. mit 3 Fähren am Tag.

 

Ganz neben bei, wir spielen ab und zu mal ein Vikinger Schach, am liebsten wenn wir draussen sitzen können. Hab aber gegen Coni keine Chance, sie ist eben ein guter Stratege.

 

Das Wetter ist jetzt wieder herrlich. Nach den letzten zwei trüben Wochen mit viel Regen scheint nun wieder richtig die Sonne und es wird schon fast heiss wenn kein Schatten vorhanden ist.

 

 

 

Kaum zu glauben aber es hagelt hier immer wieder auf den Wiesen … So hat sich die Frage mit dem Heuen nun auch geklärt. Es werden hier so gut wie nur Siloballen gemacht.

 

 

 

Die Vielfalt der Landschaft ist unglaublich, so hat es hier in Helgeland alleine über 10`000 Inseln, nur schon 6500 im Landkreis (Kommune) Vega und über 2500 im Gebiet von Heroy … Im Binnenland fast 2000 Meter hohe Berge. Und natürlich noch Gletscher welche aber nicht mehr ganz an die Fjorde kommen. Auf den grösseren Inseln wird praktisch nur Landwirtschaft betrieben. Jetzt wo es ein paar Tage schön ist, wird überall das Gras geschnitten und eben zu Siloballen gebunden, nicht hunderte, nein tausende … darum der Hagel ….

 

Wir versuchen immer noch möglichst abseits zu fahren, kommen wir aber mal auf eine Strecke mit Verkehr, dann ist die Farbe weiss sehr viel vorhanden. Ich schätze, dass mehr als ein Drittel der Fahrzeuge Wohnmobile sind die an der Küste unterwegs sind. Wir finden aber immer noch Schlafplätze wo wir alleine stehen können, und wenn dann doch mal einer auf den Platz kommt so gibt es immer wieder Gesprächsstoff zum Verhandeln.

 

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Tortenkota oder so

Ricotta oder so?
Ricotta oder so?

 

Den Polarkreis haben wir in Richtung Süden auf dem Europäischen Nordmeer überquert, und tatsächlich geht die Sonne nun von 00.52 h bis 01.24 h unter. Im Moment würden wir das eh nicht mitbekommen, da es etwas grau ist am Himmel. Nicht weil es Nacht wird sondern wegen dem Regen…..

 

Bei einem Schlafplatz, den wir vor 3 Jahren bei Nebel schon mal besucht haben sahen wir diesmal die Fykantrappa. Das ist eine Holztreppe/Konstruktion die 1129 Stufen hat. Diese muss man aber zuerst erreichen denn das heisst, sich zum Teil an einem Seil den Weg hochziehen. Coni ist dann die „Trappa“ hoch, ich blieb mit Wasco unten da es für ihn viel zu steil war. Wasco hat aber vorher schon grossartiges geleistet, ist er doch alleine über die Hängebrücke gelaufen und das bei einem tosenden Fluss. Ja, und Coni hat jetzt so etwas Komisches, man nennt das Muskelkater …..

 

Heute gab es mit Wasco noch einen längeren Morgenspaziergang. Beim Schlafplatz war ein Wegweiser mit der Bezeichnung Tortenkota 2km. Nun zuerst dachte ich, dass das etwas mit Dessert zu tun haben muss …. Also wanderte ich die spezielle Felsenlandschaft hinauf. Sumpf, Bäche, Felsen alles war vorhanden. Nach mehr als einer Stunde erreichte ich dann den Felsen der den Blick auf das Tortenkota frei gab. Es ist eine kleine Hütte auf einer Ebene. Gehe davon aus, dass es da vor nicht allzu langer Zeit einen Gletscher hatte. Also nichts mit Ricotta oder so… Wasco war nicht nur nass, als ich über die Bäche springen musste hat er einfach die Abkürzung genommen, eben durch das Wasser.

 

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Nach Süden

Von den Lofoten nach Süden
Von den Lofoten nach Süden

 

Nun sind wir definitiv unterwegs nach Süden. Leider, leider spielt das Wetter nicht so ganz mit. Es regnet viel in den letzten Tagen. Einzig der 23. Juni war ein richtig schöner Sonnentag, wie wenn er von den Norwegern für die Sonnenwende bestellt wurde. Die Sonnenwende ist in Norwegen kein offizieller Feiertag aber es werden am Abend viele grosse Feuer entzündet und man feiert gemeinsam. Wir befanden uns an einem Fjord an ruhiger Lage und haben den sonnigen Abend genossen.

 

In den nächsten Tagen werden wir den Polarkreis in Richtung Süden überqueren. Mehrere Wochen konnten wir nun über dem Polarkries verbringen und es ist schon ein anderes Leben, wenn die Tage 24 Stunden hell sind. Einige Male hatte ich Mühe mit einschlafen. Man gewöhnt sich schnell daran, dass es immer hell ist und man wird nie richtig müde. Ach ja, hab ich fast vergessen, wem es zu Hause zu heiss ist, wir haben weiterhin um die 10 bis 15 Grad……. am Tag……..

 

Spannend finde ich auch, dass es auf den kleinen, vorgelagerten Inseln sehr viel Landwirtschaft hat. Bei dem milden Klima an der Küste sind die Wiesen nun richtig grün und voller Blumen. Nur mit dem Heuen kann ich mir das noch nicht ganz vorstellen……

 

Unser Tacho zeig nun mehr als 11`000 gefahrene Kilometer an. Seit wir an der Westküste sind machen wir im Schnitt etwa 90 km am Tag. Oft fahren wir erst am Mittag los und suchen schon zeitig einen Schlafplatz, das gibt uns viel Zeit zum Ausruhen und wir können uns auch immer wieder über neue Bekanntschaften und tolle Gespräche freuen.

 

 

 

PS.

 

Beim Besuch von Bodo, ein sehr schöner Küstenort, fuhren wir am Hafen entlang durch eine grosse Baustelle mit viel Verkehr. Genau als wir am Schiff der Hurtigruten waren gab der Kapitän mit dem Schiffshorn das Signal zum Auslaufen. Die Folge: leicht erhöhter Puls, kurzer Atemstillstand, zwei Köpfe die sich mehrmals 180 Grad drehten …… beruhigtes Weiterfahren ohne Blechschaden ……

 

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Lofoten

Lofoten im Süden
Lofoten im Süden

 

Die Lofoten, auch die haben immer eine Geschichte für sich. Seit wir die Inselgruppe angefahren haben ist weniger gutes Wetter auf den Fersen. Es regnet nicht immer aber viel und die Sonne kommt ab und zu für ein paar Minuten. Für uns nicht weiter schlimm denn als wir 2014 hier waren konnten wir alles bei Sonnenschein erkunden. Der Vorteil ist dafür, dass mehr Tiere gesichtet werden können. Weiter haben wir noch eine Strecke befahren die an der Küste entlang ist wo es wunderschön ist und nur sehr wenig Verkehr hat, was auf den Lofoten eher selten ist. Wie angenommen hat es hunderte von Camper die unterwegs sind. Ist aber auch nicht ganz so schlimm, da die meisten auf Campingplätzen übernachten und nicht freistehen.

 

Das Wetter ist genau richtig um Glashütten und das eine oder andere Museum zu besuchen. In Borg steht das Wikingermuseum. Es zeigt die Geschichte der Wikinger und man kann an vielen Aktivitäten teilnehmen. So zum Beispiel, mit Handmachten Bogen Pfeile schiessen. Coni hat das Definitiv im Griff. Beim meiner ersten Pfeilabgabe habe ich mir fast die Zähne ausgeschlagen. Nein, nein so schlimm war es nicht und ein blaues Auge gab`s auch nicht…… Da es nicht so viele Besucher hatte konnten wir dafür wieder mit den Angestellten plaudern und sind so wieder an viele Informationen gekommen. Meistens sind das Jüngere, welche in dem Museum ihrem Beruf nachgehen können und so Kleider nähen, Schuhe anfertigen und, und, und.

 

Und da ist ja noch der Stockfisch. Tja ich hab mich in die Nähe gewagt, gewagt nicht wegen dem Besitzer sondern wegen dem Geruch. Nun, es war, sagen wir mal intensiv. Der trockene Fisch wird vor dem Verzehr ca. eine Woche gewässert und dann auf irgend eine Art gegessen. Hab aber die Meldung erhalten, dass der Geschmack nicht weniger intensiv ist als beim trocknen wo sie zu 100erten aufgehängt werden. Der Stockfisch ist übrigens ein Kabeljau. Hab ihn dann schon lieber frisch aus dem Wasser.....

 

In den nächsten Tagen verlassen wir die Lofoten wieder, und beginnen die eigentliche Rückfahrt, werden aber noch einige Zeit an der Küste verbringen.

 

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On the Road again

 

Die Strasse hat uns wieder.

 

 

 

Nach sechs wundervollen Tagen auf der Insel Andoya haben wir nun auf Langoya gewechselt. Auch diese Insel hat sehr schöne Ecken und Kanten. Der Vorteil hier ist, es hat definitiv weniger Touristen. Fast alle Strecken an der Küste entlang müssen auch wieder zurückgefahren werden und die Inselgruppe kann nicht von Nord nach Süd, oder umgekehrt durchfahren werden, so kommen viel weniger Leute hier hin. Das macht das Ganze sehr interessant. Ausblicke in die Fjorde und auf das offene Meer entschädigen die Fahrten aber allemal. So finden am Abend alle einen Schlafplatz mit Blick auf das grosse Wasser.

 

Am Ende, resp. Anfang der Fjorde sind wieder vermehrt kleine Fischerdörfer zu finden. Dort werden an der Küste Stockfische getrocknet, tausende. Diese werden dann vorwiegend nach Italien exportiert. Die Köpfe der Fische aber, landen in den Suppentöpfen Nigerias. Auch das gibt’s.

 

In den 90ger Jahren sind, durch die Industrialisierung der Fischerei, einige dieser Siedlungen zu Geisterdörfer geworden. Inzwischen ist da aber wieder reges Leben zurückgekehrt. Viele Auswanderer von Mitteleuropa sind hier oben ansässig geworden und betreiben die Fischerei wieder mit kleinen Booten.

 

Die gefahrene Strecke in Nord Norwegen sieht nicht so spektakulär aus, hat es aber in sich. Es sind über 2000 km. Gut, wir haben natürlich etwa 4 Gänge zurückgeschaltet. Trotzdem, die Fjorde zu um-, unter- und überfahren braucht Zeit. Aber die haben wir ja. Meistens sind wir an der Küste unterwegs und wenn es kein Verkehr hat, gondeln wir mit ca. 60-70 km/h durch die Gegend. So können wir zwischendurch auch mal Dinge sehen die sonst verborgen bleiben würden.

 

Langsam fahren wir nun Richtung Lofoten. Von anderen Camper haben wir schon mitbekommen, dass da schon ziemlich etwas los sein wird. Unser Glück, wir haben die Strecken in Richtung Süden schon befahren, und können uns so auf Gegenden konzentrieren die dann nicht so stark besucht werden.

 

Auch den Frühling können wir nochmal in vollen Zügen geniessen. Seit mehr als zwei Wochen haben wir nun wieder keinen Niederschlag gehabt und so gab es einen Sonnentag nach dem Anderen. Die Natur ist nun auch im Norden erwacht.

Und, heute den ersten Elch auf dieser Reise gesehen, sie sind jetzt wieder an den Waldrändern da dort frisches Gras zu finden ist.

 

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Andoya

Abgehoben - abgeflogen
Abgehoben - abgeflogen

 

Unsere Räder stehen still. Wir sind nun schon den vierten Tag an der Westküste von Andoya. Für uns fast unglaublich schön. Blick auf das Norwegische Meer, bis zu 26 Grad warm (da komme sogar ich auf Betriebstemperatur). An der alten Strasse hier hat es so gut wie keinen Verkehr, abgesehen von Wohnmobilen natürlich aber da kommt vielleicht all 15 bis 30 min. ein Fahrzeug oder so, Tiere beobachten und einfach nichts tun. Uns wurde gesagt, dass es solch hohe Temperaturen normalerweise nur Ende Juli oder im August gibt, wenn überhaupt. So ist uns der Entscheid hier zu bleiben nicht schwergefallen.

 

Gestern Abend konnten wir einem Hai zusehen der auf der Jagd war. Er ist ein paar Meter vor uns an der Küste vorbeigekommen. Wir sahen seine Rückenflosse und dachten zuerst, es sei ein kleiner Wal, da er aber nie abgeblasen hat war dann schnell klar, dass es ein Hai sein muss. Tatsächlich machte er dann ein paar Ruckartige Bewegungen und so sahen wir dann die Spitze grosse Schwanzflosse. Das wiederholte sich einige Male, aber leider konnte ich kein wirklich spektakuläres Bild davon machen. Kurze Zeit später ist an der gleichen Stelle dann auch noch ein Seelöwe aufgetaucht. Da hatten wir einen richtigen Krimi….. Heute Morgen dann auch noch ein Fischotter beim Festschmaus beobachtet, diesen haben wir vorher schon drei Mal gesehen und drei Schweinswale zogen vorbei.

 

Eben ein traumhafter Platz hier. Nun heute sind ein paar Camper mehr gekommen, freitags sind die Norweger unterwegs die übers Wochenende bleiben. Aber auch da haben wir ja schon gute Erfahrungen gemacht.

 

Zwei spezielle „Sachen“ erlebten wir hier auch noch.  

Das Eine, Kinder (vorwiegend Mädchen) die im 7 Grad kalten Meer baden…. Hm, Coni hatte ja mal die Füsse drin. Ich auch, aber mit den Schuhen…

 

Das Andere war extrem lehrreich… habe bis jetzt noch nicht gewusst, dass zwei Alphörner als Lärm empfunden werden. Ich hoffe der gute Mann und seine Begleitung können ihre sieben Sinne bis zur nächsten Sonnenfinsternis im Herbst wieder richtig einordnen….

 

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Versterälen

 

Von Tromsö übergesetzt auf die Inselwelt der Westküste von Norwegen. So sind wir nun am heimlichen Ziel unserer Reise. Die Inseln im Westen von Norwegen. Über Kvaloy, Hillesoy auf Senja. Senja ist eine der schöneren Inseln mit vielen Fjorden. Weiter mit der Fähre nach Andoya,  die nördlichste Insel der Vesterälen. Diese Insel haben wir schon im 2014 besucht und  hatten so etwas Vorfreude auf die Plätze hier, da wir damals Adler an der Küste beobachten konnten. Leider sind diese Plätze mittlerweile gesperrt, warum auch immer... Möglicherweise liegt das auch daran, dass immer mehr Camper hier oben unterwegs sind, und alle nehmen das mit der Sauberkeit halt nicht so ernst. So mussten wir etwas umstellen und übernachten südlicher an der Küste.

 

Seit letztem Samstag ist das Wetter deutlich besser geworden. Übers Wochenende war da noch ein kalter Wind aber heute haben wir das erste Mal seit langem wieder 15 Grad warm. Herrlich hier an der Abendsonne auf das Meer hinaus zu schauen. Also Abendsonne ist ja relativ, denn sie geht schon länger nicht mehr unter.

 

Auf der kleinen Insel Hillesoy lernten wir ein Norwegisches Ehepaar kennen und haben so etwas Einblick in das Leben der Norweger erhalten. U.A., dass ein Norweger, wenn 100 Jahre alt wird vom Norwegischen König einen persönlichen Brief erhalte. Habe ich ihm gleich gesagt, wenn ich so alt bin, könne er mir Seinen dann gleich zusenden. Er ist um die 60 und freute sich sehr über das „Angebot“.

 

Wir fahren schon seit mehreren Tagen noch zwischen 30 und 70 km am Tag oder auch gar nicht. So kommt nun der gemütliche Teil unserer Reise. Selber bin ich nun gespannt wie lange wir auf den Vesterälen sind, bevor wir dann auf die Lofoten wechseln.

Sonniger, 15 Grad warmer „Nacht“ Gruss mit Stahlblauem Himmel….. Halt, kann noch nicht senden, eben zwei Adler gesehen die von der Küste aus aufgestiegen sind und in den Bergspitzen ihre Kreise ziehen. Toll

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Nordkap

 

Wir waren beim Nordkap. Beim, heisst bis auf 13 km. So konnten wir den Felsen nur aus der Ferne sehen. Der Grund dafür, das war so. Wir sind bis zu der Stelle gefahren wo eine Schranke geschlossen war. Da Stand eine Kolonne von ca. 20 Camper und einigen PW. Das war ja noch auszuhalten. Dann kamen Reise Car und weitere Camper. Am Schluss, das war um ca. 19.30h waren da ca. 700 Personen (9 Reise Car usw.) die darauf warteten an die Kugel zu kommen. Nun warum musste Mann (und Frau) denn warten: die Verantwortlichen hatten beschlossen auf Winterbetrieb umzustellen und das heisst, es wird nur im Konvoy gefahren. (Es gab welche die warteten seit 13.00 h da….) später dann auch noch die Meldung, dass an der Kugel Sturm war und alle am 21.45 wieder vom Nordkap wegfahren müssen (im Konvoy versteht sich). Das war dann unser Signal um aus der Kolone auszuscheren und weg zu fahren. Was hätte ich mit 700 Anderen, und gut einer Stunde bei Sturm da machen sollen? Genau, die Nerven strapazieren (oder so). Der Schneepflug ist vorausgefahren, wenn nur einer dann im Schnee stecken bleibt (Wohnwagen waren ja auch dabei) nein, nein, das Nordkap steht auch ohne mich noch da, und wir sahen es ja aus 8 km Entfernung das reicht auch.

 

Am anderen Morgen dann ein wunderbares Erlebnis was mir viel mehr bedeutet. Hab mich entschlossen den Morgenspaziergang auf den Berg zu machen bei dem wir die Nacht verbrachten. Etwa auf halber Höhe ist wieder ein Adler zum Greifen nahe über meinen Kopf geflogen. Die Geräusche der Flügel werde ich nicht vergessen und so Auge in Auge mit einem Adler, unglaublich.

 

Die Finnmark haben wir nun durchquert. Die Wetterverhältnisse waren sehr schwierig. Wir mussten wieder einige „Pässe“ bewältigen und ich war froh, dass es nicht geschneit hat. Auf dem Weg zum Nordkap sind wir auf 350 m in einen Schneesturm geraten. Die Strassen wurden zum Glück geräumt sonst wäre da wohl eine längere Pause nötig geworden. Die letzten Tage waren wir bei 1 bis max. 4 Grad unterwegs. Schneegestöber bis in die Fjorde. War nicht so angenehm vor allem mit Fahren, wir wussten ja jeweils nicht wie hoch die Berge zwischen den Fjorden sind. Aber mit Glück ist alles gut gegangen.

 

Wir sind jetzt unterwegs Richtung Tromso und haben nun wieder ein paar Grad wärmer aber vor allem schein die Sonne. Es beginnt nun für uns das „Inselhüpfen“ an der Westküste. Es wachsen wieder Bäume und das Gras ist auch schon grün. Das Klima hier im Westen ist deutlich angenehmer.

 

Wir werden die Eine oder andere Fähre benützen. Da ist meistens auch etwas los, grosse LKW am Schluss noch auf die Fähre fahren oder mal etwas grössere Wellen……

 

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Inarisee

 

Die schwedische Grenze haben wir nun doch nicht besucht. 180 Grad gewendet und wieder Richtung Norden gefahren. Mein Copilot meinte, wir sollen uns nicht vom Wetterbericht leiten lassen und unsere Reise wieder fortsetzen. Gesagt getan, so war dann das nächste Ziel Inari. Der Inarisee ist der 3. Grösste See in Finnland. Aber wie auch anders zu erwarten…. gefroren….. Die östliche Seite von Skandinavien ist dieses Jahr ca. 3 Wochen später dran als in anderen Jahren, haben wir uns sagen lassen.

 

Ca. 100 km vor Inari merkt man das erste Mal, dass sich die Landschaft verändert. Es wird hügeliger und die Wälder werden lichter. Noch vor der Grenze zu Norwegen ist dann die Tundra der Finnmark. Es stehen dann nur noch kleinwüchsige Birken fast wie Sträucher, tut aber gut wieder mal mehr von der Umgebung zu sehen. In Norwegen angekommen schon das erste Fjord umfahren. Ist noch speziell wenn die Flüsse Eisschichten von den Seen in die Fjorde spülen, sieht aus wie kleine Eisberge. (Also die Miniausführung).

 

Das Wetter macht alle Kapriolen…. Mal entlädt sich eine Wolke in sturmartigen Schneefällen um dann sofort wieder die Sonne durchscheinen zu lassen. Das ist zu fahren wie in eine graue Wand. Das geht den ganzen Tag so.

Kirkenes, die östlichste Hafenstadt von Norwegen ist nicht so besonders, auch die billigen Zigaretten und den Alkohol von Russland haben wir nicht gefunden. Soll es aber tatsächlich geben, dass da quasi ein Zollfreier Verkauf angeboten wird. Wär mir ja eh nicht so gelegen gekommen. Gut den Alkohol hätte ich vielleicht zum Desinfizieren oder als Brandbeschleuniger für Feuerholz brauchen können….. Unsere Reise führt nun weiter durch die Finnmark Richtung Nordkap. Das gibt aber dann noch immer ca. 400 km und da kann ja noch so manche Wolke die Sonne zeigen lassen….

 

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Polarkreis

Wasco der Froschkönig
Wasco der Froschkönig

 

Auf der Fahrt nach Lappland sind wir lange im Finnischen Hochwald gefahren. Die Strecke fährt sich auf 200 bis ca. 350 m über Meer. Das ist ja eigentlich nichts Besonderes, wenn es da nicht noch fast Winter wäre. Die Temperaturen sinken in der Nacht auf -2 Grad und am Tag ist es mit 12 Grad dann schon warm. Die Seen sind alle gefrohren mit einer Schneeschicht drauf. So achten wir immer darauf, dass wir am Abend und am Morgen Sonne auf der Frontscheibe haben. Da die Sonne ja schon um 02.15 h aufgeht ist es dann schnell warm im Camper.

 

Den Polarkreis haben wir überquert und fanden da einen Schlafplatz eigentlich fast direkt auf dieser magischen Linie. Wir schlafen aber mit dem Kopf im Norden und den Füssen im Süden. Hoffentlich bleibt da alles beisammen….

 

Unterwegs hatten wir die Möglichkeit zum Zuschauen wie hier in den Wäldern geholzt wird. Zwei schwere Maschinen sind im Wald, eine schneidet die Bäume voll automatisch. Die Andere fährt hinterher, sammelt das Holz ein und bringt es zum Strassenrand. Die kleinen Kiefern und Birken welche im Wuchs hinter her sind werden ausgeholzt um dann Jahre später die ganze Fläche vollkommen zu roden. So gibt es dann Holzlager wo geschätzt 2000 m3 Holz abtransportiert werden müssen. Einerseits gigantisch was da praktiziert wird, andererseits aber auch etwas bedenklich wie mit der Natur umgegangen wird…

 

Gestern das erste Mal die Wettervorhersage angeschaut. Bis am nächsten Donnerstag ist in der Finnmark immer wieder Schnee angesagt. So sind wir ein paar Kilometer zurück nach Süden gefahren und bewegen uns dann an die schwedische Grenze um im schönen Wetter zu bleiben. Die letzte Nacht verbrachten wir auf 217 m ü. Meer und es schneite ganz leicht am Morgen bei ca. 2° C.  Hier verändert sich die Temperatur in nur 100 Höhenmeter extrem. Weiter im Süden auf ca. 80 m ist es 12 Grad „warm“. Man glaubt es kaum aber es ist wie wenn wir von Zug auf die Rigi fahren.

 

PS……Wasco ist auf der Suche nach seiner Prinzessin….. trotz Frosch, er sucht immer noch…….

 

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Finnland Osten

Leentua-Eis-See
Leentua-Eis-See

 

Den Osten von Finnland erreicht. Heute waren wir 3 Kilometer von der russischen Grenze entfernt, es wäre dann eine „grüne“ Grenze gewesen, nehme ich an. Da der Wald aber so dicht ist gab es natürlich keinen Sichtkontakt. Beim Morgenspaziergang fand ich frische Spuren von einem Bären. Nur schon die Gewissheit, dass es ein Bär in der Nähe hat macht mir grosse Freude. So hab ich mich dann entschlossen eine „Rundfahrt“ zur Grenze zu machen, um vielleicht mit etwas Glück ein Elch oder eben sogar einen Bären fotografieren zu können. Wir mussten die Fahrt aber früher als geplant abbrechen, da die Waldstrasse immer enger und auch weicher wurde….. Die Folge davon: dreimal fast eingegraben und viel Morast an den Rädern…. Zum Glück bin ich ohne fremde Hilfe wieder aus dem Schlamassel rausgekommen. Rückwärts durch den Morast war meine Rettung… Gut, hatte ich keinen Platz zum Wenden…. Jetzt wissen wir, dass die ganz kleinen Waldstrassen vom Schmelzwasser noch komplett durchnässt und für unsere ca. 4.2 t def. nicht geeignet sind. Ende gut alles gut…..

 

Finnland besteht aus Wald, Seen und Landwirtschaf. Gut es gibt ja auch noch so komische Ansammlungen von Häuser, aber die umfahren wir so gut es geht. Die Fahrt ist eigentlich trotz allem noch abwechslungsreich, die Seen sind in einer so unglaublichen Vielzahl, dass es nicht langweilig wird. Leider kann man nur selten an ein Ufer fahren das ist ein wenig schade. Was ich aber extrem schade finde ist, dass wir nicht in oder auch nur an die Nationalparke hier im Osten kommen. Wir versuchen es in den nächsten Tag noch einmal aber ich denke auch da wird es schwierig. Einerseits finde ich es natürlich toll, dass die Natur so gut geschützt ist aber eben, es reizt ein paar gute Bilder zu machen.

Heute haben wir auch den Höhenrekord aufgestellt 267 m über Meer, seit wir Deutschland verlassen haben sind wir nicht annähernd in diese Höhe gekommen. Allerdings hat es da dann aber noch einiges an Schnee. Normalerweise fährt man hier in Finnland so zwischen 70 und 170 m.

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Waschtag / Backstube

 

Heute sind wir tatsächlich 13 km gefahren. Das gab’s in meiner ganzen Camper Kariere noch nie. Ab und zu mal ein Tag ohne zu fahren schon. Es hatte aber auch seinen Grund. In Finnland sind die Campingplätze noch nicht überall offen und Coni wollte einen Waschtag einlegen (zum Glück nicht auch noch bügeln 😊…). Es ist auch nicht ganz so einfach mit dem entleeren unserer Tanks. Wir haben einen schönen Platz in Sysma direkt am See gefunden. War gut mal einen Tag so ausspannen. Auch das Wetter war dafür genau richtig, bewölkt aber zum Glück ohne Regen. So können wir nun beruhigt die nächsten 4/5 Tage weiterziehen.

 

Unterwegs haben wir unseren Camper in eine kleine Backstube verwandelt. Wir mussten den Kugelgrill ins Fahrzeug stellen, da es zu windig war und wir so die Temperatur wohl nicht erreicht hätten. Es roch also sehr angenehm in unsrer fahrenden Wohnung, hab ich mich am anderen Morgen gefreut ein selbstgemachtes Dinkelbrot essen zu können, leider sind die schon wieder weg.

 

Fast 5900 km haben wir nun hinter uns gebracht. Eigentlich ohne grosse Probleme, ein zwei Mal etwas brenzlig aber das ging alles gut.

Seit wir an Ostern aus der Schweiz gefahren sind hat uns der Frühling immer begleitet, Wiesen mit Löwenzahn, blühende Kirschbäume und immer wieder Schlüsselblumen am Strassenrand. Nun sind wir aber der Zeit etwas voraus. In Finnland fängt es erst an mit dem Frühling, die Wiesen sind noch braun und das Gras fängt erst an zu spriessen. Dafür sind die Tage schon extrem lang, die Sonne geht schon um ca. 03.30 h auf und um 21.15 h runter.

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Ankunft in Skandinavien

Stecke von Deutschland nach Finnland
Stecke von Deutschland nach Finnland

 

Die Inseln im Westen von Estland sind sehr schön. Leider konnten wir Hiiumaa, die nördlichste nicht befahren, 7 Stunden Wartezeit für die Fähre waren uns dann doch zu viel. Im Süden und Nordwesten der grossen Insel Saaremaa haben wir uns endlich mal richtig einsam fühlen können. 1 Stunde fahren und gerade mal 3 Fahrzeuge gesehen. Viele schöne Landwirtschaftsbetriebe und natürlich die Ostseeküste zum geniessen. Denke das war die schönste Teilstrecke in ganz Baltikum.

 

Danach dann aber der Kulturschock, Tallinn durchfahren um in der Nähe der Fähre zu Übernachten.

 

Auf dem Stellplatz (ein Yachthafen) wo wir die Nacht verbracht hatten stellten wir uns etwas abseits vom Geschehen und dachten, es könne so etwas angenehmer werden. Denkste, zwei Franzosen (Mann und Mann) haben sich direkt (1.25m) neben uns gestellt. Das war mir deutlich zu nahe, ........ denn ich mag kein …….Kuschelcamping…… So gab es halt noch mal ein umstellen und wir verzogen uns in die andere hintere Ecke.

 

Die Überfahrt mit der Fähre haben wir heute gut hinter uns gebracht. Sie war bei weitem nicht voll besetzt und so der Aufenthalt erträglich. In Helsinki angekommen, direkt nach Norden aus der Stadt.

 

Den ersten Schlafplatz fanden wir zwischen zwei Seen. So macht es Freude. Was wir bis jetzt von Finnland gesehen haben gefällt mir sehr gut. Natur pur, auch wenn es hier im Süden sicher dichter besiedelt ist.

 

Jetzt freuen wir uns auf die kleinen Strassen den Seen entlang.

 

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Kurische Nehrung / Lettland

Kurische Nehrung Litauen
Kurische Nehrung Litauen

 

 

Auf der kurischen Nehrung haben wir einen Zwischenstopp gemacht, leider kann man auf der Insel nur auf einem Campingplatz übernachten dieser ist ganz im Süden. In einem Waldstück ca. 200 mal 50 m sind tausende von Kormoranen am Brüten. Normalerweise sind die Vögel ja in felsigen gebieten anzutreffen, vor 25 Jahren zählte man 14 Paare und heute sind es etwa 25‘000. Der Vogelkot den sie andauernd hinterlassen ist extrem sauer, so dass sämtliche Bäume und Pflanzen absterben, sieht richtig gespenstisch aus.

 

Jetzt sind wir auch schon in Lettland unterwegs. Es ist noch speziell hier, dass abseits der Hauptverbindungen die Strassen nur aus Schotterpisten bestehen, zwar haben die keine Schlaglöcher aber eine Staubentwicklung….. wenn ein Einheimischer mal eben vorbeikommt, dann lieber anhalten und warten… Sicht gleich null….. Dasselbe gilt auch für Estland. Wo wir mittlerweile angekommen sind. Wir sind nun auf den drei Inseln im Westen von Estland Muhu, Saaremaa und Hiumaa.

 

Muss sagen, dass mir von den drei Baltischen Länder Litauen bis jetzt am besten gefällt. Lettland und auch Estland sind nicht mehr ganz so gepflegt wie Litauen. Wieder viel Brachland und auch zerfallene Häuser.

 

An unserer Strecke lag noch der Wasserfall Ventas Rumbas, er ist der Längste in Europa 240m (breit) aber nur ca. 2m hoch.

 

Immer wieder haben wir das Glück und können an der Ostsee schlafen. Finden jetzt auch Plätze wo wir frei Stehen können. Ist natürlich herrlich um mit Wasco zu spazieren. Er findet es da zwar etwas langweilig, vermutlich hat es zu wenig Geruchsemissionen von Artgenossen. Da macht er sich zwischendurch mal selbständig und hat dann auch noch das Gefühl ich laufe ihm nach. Irrtum sprach der Igel….. Bis jetzt hat er aber seine Reise gut im Griff. Auch wenn er oft nach dem Spaziergang im Camper bleiben musste, wegen den vielen Hunden und der Kälte. Aber je weiter wir nach Norden kommen umso weniger Leute hat es an den Schlafplätzen. Manchmal sehen wir tagelang kein anderes Wohnmobil.

 

Die letzten fünf Tage hatten wir wieder wunderbares Wetter, es wird auch deutlich wärmer. So müssen wir nicht ständig heizen. (Die Heizung funktioniert, aber riecht natürlich immer noch nach „neu“.) So heisst es abwarten und riechen was passiert, ändern können wir ja im Moment eh nichts.

 

 

 

 

 

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Litauen Grenzfluss Nemunas

Malibu im Schnee , juheee
Malibu im Schnee , juheee

 

Bevor wir Polen verlassen haben fanden wir noch einen wunderschönen Campingplatz an einem See. Der Betreiber vom Platz sprach gutes Hochdeutsch und so machte es Spass mal wieder zu plaudern. Er erzählte uns dann eine etwas traurige Geschichte. Ihnen ist ein Hund zugelaufen der vermutlich vom Besitzer ausgesetzt wurde. Er gab ihm den Namen Panda was gut zu ihr passte, war sie doch ganz schwarz und nur am Hals ein weiser Fleck. Sie ist ein Mischling und hatte etwas von Neufundländer dementsprechend war sie noch grösser als Wasco. Das ist leider für uns eine unschöne Seite vom Osten aber Realität. Viele Hunde sind einfach auf der Strasse unterwegs und wenn sie keinen Nutzen bringen, Jagd, Schutz oder so, dann kümmert sich niemand um Sie. Zum Teil sind sie auch in Gehegen gehalten aber das sieht dann nicht so toll aus.

 

In den letzten zwei Tagen hat es oft geschneit, aber richtig mit Sturm und so. Zum Glück ist der Boden aber warm genug so das ganze Weise sofort wieder schmilzt. Die Temperaturen waren aber so 1 – 5 C°. Nicht grad viel…

 

Seit dem Dienstag sind wir in Litauen unterwegs. Tolles Land. Im Verhältnis sehr sauber und einiges ruhiger als in Polen. Übrigens der Nord-Osten von Polen gefällt mir viel besser als der Nord-Westen.

 

In Litauen hat es bei vielen Häuser Blumen im Garten und alles wird sehr schön gepflegt. Auch speziell, wenn wir hier am Grenzfluss Nemunas stehen und zu Russland (Kaliningrad) hinüberschauen können. Der Fluss schätze ich mal auf ca. 150m und wird von den Russen per Boot überwacht. Schiffe haben wir noch keine gesehen aber es hat die grossen Bojen im Wasser. Wir besuchten heute auch schon unser zweites Storchen-Dorf. Schon fantastisch wie die grossen Vögel auf ihren Nestern landen. Hier in Bitenai hat es 27 Paare und sie haben ihre Nester auf abgesägten Bäumen. Leider war es heute bewölkt aber vielleicht haben wir morgen Glück.

 

Auf der Fahrt ist ein Holztransporter von Strasse abgekommen zum Glück ungeladen. Viel helfen konnten wir zwar nicht, aber Coni hat den Verkehr geregelt bis dann ein richtiger alter Truck, auch mit Holz beladen, anhielt und den „gestrandeten“ aus dem Graben zog. Die Zwei Chauffeure haben dann miteinander gelacht und Coni hat allen eine schweizer Schoggi gegeben. Da war die Welt wieder in Ordnung.

 

Heute Morgen beim Spaziergang mit Wasco wurde ich von der Litauischen Grenzwache kontrolliert. Ausweise waren natürlich alle im Camper…. Einer der beiden Männer sprach zum Glück englisch und so konnte ich ihm erklären, dass ich mit meinem grossen Fotoapparat nicht die Grenze fotografieren wolle sondern nur die Natur. So hat es ein interessantes Gespräch gegeben und wir haben uns beide gefreut. Einzig Wasco hat ihm grossen Eindruck gemacht. Er fragte mich ob mit ihm alles i.O. sei und angefasst hat er ihn nicht, aber ausgestiegen ist er. Ich glaube die Leute hier in Litauen sind sehr freundlich und nett auf jeden Fall empfinde ich das so.

 

Die Komentare sind wieder offen.

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Wanderdünen Nationalpark Slowinski (Leba)

Nationalpark Slowinski Leba Wanderünen
Nationalpark Slowinski Leba Wanderünen

 

Die Wanderdünen von Leba (Nationalpark Slowinski) Wanderdünen deshalb, weil sie sich mehre Meter im Jahr verschieben. Sie können bis zu 40 m hoch werden und verschieben sich bei stürmischen Wind. Bei leichterem Wind „bauen“ sie sich eher in der Höhe aus. Die Dünen sind vom Sammelparkplatz ca. 5 km entfernt es ist ein schön gestalteter Waldweg mit Kiefern und Birken. Der Waldboden ist mit Moos bewachsen und eher nass. Wir brauchten für die 10 km nicht ganz 4 Std. Einen Teil vom Rückweg sind wir an der Ostsee gelaufen. Es war nicht mehr ganz so windig und dementsprechend bei 9 Grad auch nicht so kalt mit der Sonne. Die Dünen können auch mit einem Elektrofahrzeug erreicht werden, diese fahren schon mit 2 Personen hin und zurück. Oder man mietet ein Fahrrad. Es lohnt sich wenigstens einen Weg zu Wandern viele Vögel und seltene Pflanzen gibt es zu bestaunen.

 

Von Leba aus, fahren wie nun weiter Richtung Osten. Ein Besuch der Halbinsel Putziger Nehrung ist nicht unbedingt ein Muss. Zwar ist die Halbinsel aus vielen kleinen Inseln entstanden aber komplett touristisch. So stehen wir hier auf einem Campingplatz mit geschätzten 300 Wohnwagen von Dauermieter. Zum Glück sind die alle nicht hier und wir konnten uns einen Platz aussuchen wo wir freien Blick auf die Ostsee haben.

 

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10 Tage Norddeutschland

10 Tage Norddeutschland
10 Tage Norddeutschland

 

Norddeutschland haben wir nun verlassen. Mittlerweile hat es etwas mehr als 3300 km gegeben, mit einem Schnitt von 151 km am Tag.

Die Teile an der Heizung sind ausgetauscht und nun hoffen wir, dass es nach ein paar Tagen im Gebrauch auch wieder angenehm wird, wenn wir heisses Wasser machen oder heizen. Mecklenburg, Rügen und auch Neubrandenburg haben viele schöne Ecken für Camper. Die Infrastruktur ist hervorragend.

 

Jetzt sind wir schon den zweiten Tag in Polen unterwegs. Im Grenzgebiet zu Deutschland ist es richtig hektisch, das ändert sich aber, je mehr wir gegen Osten fahren. Da wird es sehr „ländlich“ und so wie es aussieht ist hier auch vieles im Umbruch. Es stehen schon viele neue Häuser aber auch viel zerfallenes und häufig auch Brachland. Die Strassen sind mehrheitlich gut befahrbar aber wenn es dann mal Schlaglöcher hat, dann ist langsames fahren angebracht. Allerdings gilt das nicht für die Einheimischen. Da wird locker weiter gebrettert, manchmal denke ich, ihnen wäre es hier langweilig wenn nicht alles holpert und schlägt. Was noch schade ist, wir kommen selten an die Küste. Die Fahrbahn wird meist durch einen Waldstreifen vom Meer getrennt. Morgen werden wir versuchen an die Wanderdünen bei Leba zu kommen. Trotz Sonntag hoffe ich dass es nicht allzu viele Leute hat. Könnte klappen, die Campingplätze haben erst geöffnet und sind noch so gut wie leer. Es sind auch sehr wenige Wohnmobile unterwegs.

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Insel Rügen

 

4 Tage in der Mecklenburgischen Bucht und auf Rügen, bei herrlichem Sonnenschein mit blauem Himmel, verbracht. Einzig der stete starke Wind ist etwas unangenehm sobald die Sonne nicht mehr zu sehen war. Rügen ist sehr touristisch geworden, war es doch zur Zeit der DDR schon ein Ausflugsziel mit all den „staatlich anerkannten Heilbäder“. Aber auch auf Rügen haben wir Zeitzeugen gefunden. In der Ortschaft Prora fuhren wir an ein Veteranentreffen der besonderen Art. Viele alte Motorräder, MZ, VEB Fahrzeug und Gerätewerk Simson Suhl, EMW (Eisenacher Motorenwerke) und natürlich Trabant (Trabi). Abgesehen von Trabi und MZ war mir nichts ein Begriff. Als dann ca. 40 Trabi auf einmal gestartet wurden stand ich mitten im Rauch von den 2 Zylinder 2-Takt Motoren - 600 ccm mit 26 PS, in allen Varianten. Der Geschmack erinnerte mich zwangsläufig an meine Stifti als Töffmech….

 

Unsere nächste Station ist am Donnerstag die Reparatur unserer Heizung und dann hoffe ich, können wir unsere Reise nach Osten fortsetzen.

 

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Mecklenburg-Vorpommern

 

Seit ein paar Tagen kurven wir in der ehemaligen DDR umher. Zeitzeugen aus der «(k)alten» Zeit sind vereinzelt noch sichtbar auch wenn der Fall der Mauer schon 25 Jahre her ist. Für mich wie eine kleine Zeitreise, und stimmt mich auch etwas nachdenklich. Was aber auffällt, die ältere Generation die in den Dörfern unterwegs ist scheint sehr zufrieden zu sein. Viele fahren mit ihren farbenfrohen Fahrrädern und geniessen dir Zeit, haben keinen Stress und sind sehr freundlich. Was mich auch sehr beeindruckt, ist die Vielfalt der Natur. Gerade hier in Peenemünde sind grosse Flächen nicht zugänglich und so frei für Tiere und Pflanzen. Staune also nicht schlecht, dass ich schon ca. 8 Seeadler sehen konnte. Peenemünde hat ja eine Geschichtsträchtige Vergangenheit welche allgegenwärtig ist, aber die Natur hier an der Ostseeküste ist fantastisch.

Wir werden uns noch weiter in Norddeutschland aufhalten da unsere Heizung am nächsten Donnerstag ein Update bekommt. So wie es scheint sind wir genau zur richtigen Zeit von zu Hause weggefahren. Schnee hat es hier def. keinen und auch die letzten zwei Tage waren wieder voller Sonnenschein, etwas kühl aber absolut erträglich.

 

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Elbe

 

Drei Tage waren wir an der Elbe unterwegs. Ist eine sehr schöne Gegend hier im Norden von Deutschland. Viele schmale Strassen die wenig befahren sind. Und immer wieder die schönen Bauernhöfe, wo die Häuser mit den roten Steinen gebaut sind. Grosse Anbauflächen und auch viel Wald, herrlich zum Fahren. Mit dem Wetter haben wir Glück, Es ist alles vorhanden, Sonne, Wind, Regen, «Pulverschnee» (wohl eher kleiner Hagel). Aber zu unserer Freude überwiegen die Sonnenstunden. So werden die 9 Grad am Tag erträglich trotz dem kalten Wind. In der Nacht sind es immer noch um die 4 Grad. Aber heizen ist ja kein Problem. In den nächsten Tagen geht es weiter Richtung Nord-Osten. Nationalpark Müritz, Mecklenburgische Seenplatte mal schauen was das Wetter macht.

 

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Wolfscenter Dörverden

Europäischer Grauwolf
Europäischer Grauwolf

 

Unsere Reise ist gut gestartet.

Die Fahrt in den Norden von Deutschland verlief gut mit nur einem Stau, ausgelöst durch Gaffer…. Sind in Dörverden (kurz vor Bremen) beim Wolfscenter angekommen und haben einen ganzen Tag bei den Wölfe verbracht. Das Verhalten der Wölfe zu beobachten war sehr interessant, auch wenn Diese in einem Gehege leben. Unglaublich was die Tiere für eine Körpersprache haben. Trotzdem, dass sie ihr ganzes Leben hier verbracht haben gab es Situationen wo sie extrem scheu reagierten. Und das obwohl sie täglich dutzende von Menschen sehen. Eigentlich ist ihnen der Besucher völlig gleichgültig, aber mein Gesicht in der offenen Photoklappe hat doch für ein Erschrecken gesorgt, (ob es nun die offene Photoklappe oder mein Gesicht war das überlasse ich dem Leser 😊).

Hier oben ist es sehr kalt und windig aber wenigsten scheint auch die Sonne so ist es erträglich.

 

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Kurz davor...

Wie die Zeit vergeht....

Tatsächlich noch eine Woche zur Arbeit. Das schaffen wir. Beim Stöbern unseren vergangenen Reisen habe ich noch ein Bild gefunden welches ich im Nebel gemacht habe. Denke auch darauf müssen wir uns einstellen es wir sicher einiges an nassen Tagen geben, macht mir aber nicht so viel aus wenn es nicht dauerhaft ist. Und, die Chancen auf Tierbeobachtungen steigen um einiges. Wir sind jetzt in vollen Zügen am Vorbereiten und es darf nun der Start in die Reise kommen. Langsam wird es gedanklich anstrengend, bleit doch das "Tagesgeschäft" nicht einfach liegen. Denke das legt sich sicher nach der Abfahrt.

Wir haben uns entschieden, welche Route wir fahren möchten, über  Deutschland nach Polen, das Baltikum dann durch Finnland zum Nordkap. Dann werden wir durch Norwegen wieder Richtung Süden fahren, so ist der Plan aber schauen wir mal was da auf uns zu kommt.... Wie sagen doch die Camper, die Reise ist das Ziel, und das stimmt für uns zu 100%. Wo sie uns auch hinführt.

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Vorbereitungen

Wir treffen die Vorbereitungen in aller Ruhe. Wichtig ist uns vor allem, dass wir unsere Reise nicht verplanen. Wir haben uns bis heute noch nicht entschlossen, welche Route wir in den Norden nehmen, über Schweden an der Ostsee - durch die Balearen nach Finnland - an der Westküste von Norwegen und dann im Osten nach Süden...... Hängt natürlich auch von den Schneeverhältnissen im Frühling ab.

Klar es braucht natürlich Kartenmaterial zum Teil Campingführer usw. aber da werden wir schon einen freien Platz finden für die Unterlagen. 

Das einzige was ich mir wirklich vorstelle ist, Norwegen von Norden nach Süden (oder umgekehrt) zu durchfahren. Wir möchten möglichst viel Zeit in Norwegen verbringen, es ist einfach wunder schön das Land.

 

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Back to the North

Nun, seit wir mit einem eigenen Camper unterwegs sind habe ich immer wieder Gedanken im Kopf einmal die Freiheit vom unbeschwertem Reisen geniessen zu können. Drei Wochen Ferien an einem Stück geniesse ich jeweils sehr, bedeuten aber oft etwas Stress da wir ja auch gerne Fremdes und Neues sehen möchten.

Im Herbst letzten Jahres dacht ich mir dann dass es nun an der Zeit ist.

 

Ich möchte mir gerne eine Auszeit nehmen und in aller Ruhe mit dem Camper unterwegs sein. Erfreulicher Weise wurde uns der Wunsch von unseren Arbeitgebern erfüllt.

 

Seit 2011 haben wir immer wieder Skandinavien bereist und es hat uns da den Ärmel richtig hinein gezogen. So fällt es uns auch leicht zu entscheiden wo unser Reiseziel sein soll. Der Norden im Norden.....

Ob wir es nun bis zum Nordkap schaffen oder nicht spielt eigentlich keine Rolle. Hauptsache wir können die Natur geniessen und haben keinen Zeitdruck.

Der Start wird an Ostern sein und 3 1/2 Monate kann unsere Reise dauern. Meine Freude wird nun von Woche zu Woche grösser aber auch die Gedanken alle Vorbereitungen zu treffen steht schon weit im Vordergrund.

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